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Dutzende Tote bei Flüchtlingstragödie im Mittelmeer befürchtet

Überlebende eines Bootsunglücks.
Überlebende eines Bootsunglücks.(c) REUTERS (JON NAZCA)
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Fast alle 110 Insassen eines Bootes auf dem Weg von Libyen nach Europa könnten ums Leben gekommen sein. Die Unglücksstelle lag nur 48 Kilometer vor der Küste.

Bei einem Schiffbruch im Mittelmeer vor der libyschen Küste sind möglicherweise rund 100 Flüchtlinge ums Leben gekommen. 110 Migranten waren an Bord des Bootes, als es auf dem Weg nach Italien in Seenot geriet, wie der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, nach dem Unglück am Samstag auf Twitter schrieb. Vier Menschen haben den Angaben zufolge überlebt.

Die Nachrichtenagentur ANSA berichtete, dass acht Leichen geborgen worden seien. Die genaue Anzahl der Todesopfer war am Sonntag weiter unklar. Nähere Informationen zu dem Unglück gab es zunächst nicht.

Die Überlebenden haben laut ANSA berichtet, dass an Bord des Bootes 107 Menschen gewesen seien. Die Wetterbedingungen seien sehr schlecht gewesen, hieß es. Die Unglücksstelle lag nur 48 Kilometer vor der libyschen Küste.

Italienischen Medienberichten von Samstag zufolge wurden bei einer Rettungsaktion drei weitere Leichen in Schlauchbooten nahe der Insel Lampedusa gefunden. Drei Migranten - darunter eine schwangere Frau - mussten wegen Unterkühlung ins Krankenhaus geflogen werden, wie ANSA berichtete.

IOM zufolge starben in den ersten zehn Tagen des Jahres bereits 13 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer, 1159 Flüchtlinge erreichten die Küsten. Für 2016 verzeichneten die Hilfsorganisationen einen traurigen Rekord: 5000 Menschen starben bei der gefährlichen Überfahrt nach Europa auf meist seeuntauglichen Booten.

(APA/dpa)