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Deutschland rudert bei Internetsperren zurück

Internetsperren sind umstritten
(c) APA/HELMUT FOHRINGER (Helmut Fohringer)
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Die neue Koalition aus CDU und FDP will die umstrittenen Sperren für kinderpornografische Webseiten für ein Jahr aussetzen. Das Bundeskriminalamt soll versuchen, jene Seiten zu löschen.

CDU und FDP sind sich in Deutschland über die umstrittenen Internetsperren einig geworden. Laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur dpa hat sich die Koalition darauf geeinigt, die Sperren für ein Jahr auszusetzen. In diesem Zeitraum solle das Bundeskriminalamt versuchen, Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten zu löschen statt zu sperren. Nach einem Jahr werde auf Basis der Ergebnisse neu verhandelt.

Die Löschung kinderpornografischer Webseiten könnte sich als schwierig herausstellen, da sich die Server, die die Bilder liefern, vielfach im Ausland befinden. Bürgerrechtler wiederum kritisieren die Sperren, da die Grenzen oft nur sehr schwer zu ziehen wären und die Möglichkeit besteht, dass auch "unschuldige" Webseiten auf der Sperrliste landen. Abgesehen davon sind die Sperren (statt der Webseite würde Surfern in Deutschland ein Stoppschild gezeigt) technisch leicht zu umgehen.

(Red.)