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Burgtheater: Die Komödie der Knallköpfe

Die Komödie der Irrungen | William Shakespeare | Burgtheater
Verwirrung in Ephesus (v. li.): Pohl (Ägeon), Morzé (Ämilia), Jensen (Dromio), Blomberg (Antipholus), Rockstroh (Angelo), Dvorak (Luciana), Masula (Solinus), Hartinger (Adriana), Kizyma (Lucie), Sandmeyer (Kerkermeister), Hörbiger (Kurtisane), Nocker (Dr. Zwick), Scheidleder (Kaufmann)(c) Reinhard Maximilian Werner

Herbert Fritsch inszeniert Shakespeares "Komödie der Irrungen" als grellbunte Show, reduziert auf Slapstick. Wenigstens kann sich das Ensemble mit seinen Macken austoben.

Es knallt im Burgtheater bei der „Komödie der Irrungen“ frei nach William Shakespeare, die am Mittwoch in Wien Premiere hatte. Zumindest farblich. In der anarchischen, kurzen, in der Körperkunst zuweilen auch kurzweiligen Inszenierung von Herbert Fritsch lässt dieser die Wände rundum und den Boden in Blau und Gelb und Grün et cetera wie im Wurstelprater stets changieren, nur ein Turm weit hinten mit einem hohen Auslass in der Mitte scheint beständig tiefrot zu sein. Er ist das einzige Gebäude der Stadt Ephesus, in die der Dichter diese Helden in seinem vom römischen Dichter Plautus abgepausten Frühwerk schickt – in gefährlicher Mission: