Finanzen: Nachfrage nach EIB-Geld steigt

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EU-Finanzinstitution stellt mehr Darlehen bereit.

wien (mar). Die Kreditvergabe der Banken bleibt krisenbedingt weit unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Die Europäische Investitionsbank EIB aber platziert heuer deutlich mehr Darlehen – vor allem in den Ländern Osteuropas. In dem Kreditprogramm für KMU will die EIB zwischen 2008 und 2011 insgesamt rund 30 Mrd. Euro bereitstellen. „Wir haben die Ziele für 2008 und 2009 bereits übertroffen“, sagte Vizepräsident Matthias Kollatz-Ahnen am Montag in Wien.

Die EIB, die Weltbank und die Europäische Bank für Wiederaufbau (EBRD) haben für 2009/2010 gemeinsam 24,5 Mrd. Euro an Krediten für Mittel- und Osteuropa veranschlagt. Davon hat die EIB mit elf Mrd. den größten Teil eingeplant. Doch der Bedarf ist offenbar größer: Laut Kollatz-Ahnen waren Ende September bereits 9,2 Mrd. Euro genehmigt.

Hauptpartner UniCredit

Die EIB ist das zentrale Finanzinstrument der Union. Die 27 EU-Länder garantieren die Liquidität. So kann sich die Bank dank bester Ratings Geld zu sehr guten Bedingungen besorgen. Diese Mittel stellt die EIB Banken vor Ort zur Verfügung und verpflichtet sie, die Vorteile an die Kunden weiterzugeben. Bei den Programmen für Osteuropa sind österreichische Banken führend beteiligt.

Über ihre Tochter Bank Austria nimmt die UniCredit den ersten Platz ein, gefolgt von der Erste Group. Wie EIB-Sprecher Du?an Ondreji?ka ausführt, schreibt die EIB schwarze Zahlen und finanziert sich selbst, obwohl das Institut nicht gewinnorientiert arbeitet: „Wir kosten die Mitgliedstaaten keinen Cent.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.10.2009)

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