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"Bots sind kleine digitale Kinder"

(c) Die Presse/Akos Burg
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Barbara Ondrisek ist Entwicklerin und hat den ersten österreichischen Chatbot entwickelt. Mit der "Presse" spricht sie darüber, ob es Apps jetzt an den Kragen geht.

Hashtag, LOL, Smombie. Anglizismen und Wortschöpfungen wie diese haben schnell Einzug in den alltäglichen Sprachgebrauch gefunden. Was sie bedeuten? Rautezeichen, laut lachen und Zombies, die auf ihr Smartphone starren. Allerdings: Sie gehören auch schon wieder zum alten Eisen. Doch keine Sorge, schon taucht am Horizont ein neuer Fachbegriff auf, der in aller Munde ist: Bots. Doch was versteckt sich hinter dem Wort, und wozu sind sie gut? Darüber hat „Die Presse“ mit Software-Entwicklerin Barbara Ondrisek gesprochen, die den ersten österreichischen Chatbot für Skype und den Facebook-Messenger entwickelt hat. 

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Künstliche Intelligenz beschäftigt die Menschheit schon seit Jahrzehnten. Sei es in der Wissenschaft, in der Literatur, oder in Filmen. Dabei ist der erste ursprüngliche Chatbot über 50 Jahre alt und heißt "Eliza". Das Computerprogramm wurde von Joseph Weizenbaum geschrieben und war in der Lage verschiedene Gesprächspartner zu simulieren. Das Theaterstück "Pygmalion" von George Bernard Shaw diente als Inspiration für den Namen. "Eliza" verwendete ein strukturiertes Wörterbuch, das man Thesaurus nennt, wodurch die Aussagen des menschlichen Gesprächspartners nach Synonymen und Oberbegriffen durchsucht werden und dementsprechend Antworten gegeben werden.

„Bots ist die Kurzform von Roboter. Und diese kleinen Roboter sind im Prinzip kleine Apps, die, wie ich gern sage, in anderen Apps wohnen“, erklärt die 37-Jährige. Es handelt sich also um Mini-Programme, die möglichst natürlich auf Nachrichten reagieren. „Ich kann den Chatbot begrüßen und Fragen stellen und dabei auch Antworten bekommen, sodass, im Idealfall, ein komfortables Gespräch entsteht“, führt sie weiter aus.