Die Zeitungen berichteten auf ihren Titelseiten über den ersten klandestinen Anti-Terror-Einsatz, den Trump abgesegnet hat. Sondereinheiten der Navy SEALS hatten in der Nacht auf Sonntag das Haus eines jemenitischen Al-Qaida-Anführers angegriffen. Dabei war einiges schief gelaufen: Das Osprey-Flugzeug, welches die Soldaten hätte abtransportieren sollten, legte eine Bruchlandung hin, wobei mehrere Kommandomitglieder verletzt wurden. Ein Navy SEAL wurde beim Feuergefecht mit dem Al-Qaida-Terroristen getötet. Zudem kamen, entgegen anfänglichen Leugnungen der US-Regierung, mehrere kleine Kinder bei dem Angriff ums Leben - darunter die achtjährige Tochter des 2011 von einer US-Drohne getöteten gebürtigen Amerikaners und Al-Qaida-Predigers Anwar al-Awlaki.
Unterdessen formierte sich in den US-Behörden und Ministerien Widerstand gegen Trumps Politiken. Mehr als 100 Diplomaten und sonstige Beamte des Außenministeriums unterzeichneten einen amtlichen Protest gegen Trumps viermonatiges Einreiseverbot für Menschen aus dem Iran, dem Irak, Libyen, Syrien, Somalia, dem Sudan und Jemen und den Stopp der Aufnahme von Flüchtlingen für vorerst drei Monate (für syrische Flüchtlinge ohne Frist). Trumps Pressesprecher Sean Spicer hatte für diese behördeninternen Kritiker eine Drohung bereit: "Diese Berufsbürokraten haben ein Problem? Sie können entweder unser Programm durchziehen oder gehen."