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SchülerVZ: Datensammler wollte 80.000 Euro erpressen

Datensammlung als Druckmittel
(c) Die Presse (Fabry)
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Ein Hacker hat im Online-Netzwerk SchülerVZ Daten von rund einer Million Minderjähriger gesammelt. Er hat dem Betreiber gedroht, die Daten ins Ausland zu verkaufen, sollte er kein Geld erhalten.

Jener Hacker, der im Online-Netzwerk SchülerVZ im großen Stile Daten Minderjähriger ausgelesen hat, hat offenbar auch versucht Geld zu erpressen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sprach gegenüber Golem von einer Gesamtsumme von 80.000 Euro, die der Hacker von den Betreibern des Portals forderte.

Der Datensammler hat von mehr als einer Million, also einem Viertel aller Nutzer, Name, Geschlecht, Alter, Schuladresse und Bild ausgelesen. Am Sonntag wurde der Mann festgenommen. Ersten Ermittlungen zufolge soll er auch in den Schwester-Portalen StudiVZ und MeinVZ Daten automatisiert gesammelt haben. Dem Betreiber, der Teil der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ist, soll der Tatverdächtige gedroht haben, die Daten ins Ausland zu verkaufen, wenn er kein Geld erhält.

Ob bei der Sammlung der Daten neben den Nutzungsbedingungen auch der Datenschutz verletzt wurde, ist noch offen und muss vor Gericht geklärt werden. Das deutsche Business-Netzwerk Xing hat in einem Blogeintrag Maßnahmen angekündigt, die das Sammeln von Mitgliederdaten verhindern sollen. Welche Maßnahmen das genau seine sollen, hat des Netzwerk noch nicht verraten. Das Problem sei, dass im aktuellen Fall von SchülerVZ ausschließlich Daten ausgelesen wurden, die jedes eingeloggte Mitglied einsehen kann.

 

(Red.)