Die Entscheidung des Bundesrichters James Robart vom Freitag, kraft derer Trumps Erlass eines 90-tägigen Einreisestopps für Bürger aus dem Iran, Irak, dem Jemen, Libyen, Somalia, dem Sudan und Syrien einstweilig US-weit aufgehoben ist, scheint dem Präsidenten ziemlich unter die Haut gegangen zu sein. Zwischen acht und 20 Uhr griff er Trump den Richter gleich in fünf Tweets an.
"Was wird nur aus unserem Land, wenn ein Richter ein Reiseverbot des Heimatschutzministeriums stoppen kann und jeder, sogar mit bösen Absichten, ins Land kommen kann?", lautete jene Meldung, welche am deutlichsten Anlass zum Zweifel an der Verfassungskenntnis des Präsidenten gab. "Das Urteil dieses sogenannten Richters, welches letztlich unserem Land die Strafverfolgung wegnimmt, ist lächerlich und wird aufgehoben werden!", las sich ein weiterer dieser Tweets. "Der Richter öffnet unser Land für potenzielle Terroristen und andere, die nicht unsere besten Interessen im Herzen haben. Böse Leute sind sehr froh!", schloss Trump seine Twitter-Tirade gegen den von George W. Bush ernannten und vom Senat ohne Gegenstimmen bestätigten Richter.