Wiener Börse am Nachmittag: ATX verliert 2,26 Prozent

Am frühen Nachmittag präsentierte sich der heimische Aktienmarkt mit einer Seitwärtstendenz auf tiefem Niveau.

Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, am Nachmittag bei gutem Volumen mit schwacher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.690,32 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 62,07 Punkten bzw. 2,26 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,83 Prozent, FTSE/London -0,88 Prozent und CAC-40/Paris -1,19 Prozent.

Am frühen Nachmittag präsentierte sich der heimische Aktienmarkt mit einer Seitwärtstendenz auf tiefem Niveau. Nach der Leitindex im Vormittagsverlauf seine Verluste noch kontinuierlich ausgebaut hatte, konnte die Abwärtstendenz gegen Mittag eingedämmt werden.

Deutlich unter Abgabedruck stand eine Reihe von heimischen Index-Schwergewichten. Am Ende des ATX rutschten die Ölwerte der OMV um 3,99 Prozent auf 29,13 Euro ab. International betrachtet zählten auch die Stahlwerte zu den größten Verlierern. In Wien gaben die Aktien der voestalpine um 3,98 Prozent auf 25,33 Euro ab. Neben den schwachen internationalen Vorgaben haben die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) ihr Anlagevotum von "Buy" auf "Hold" gesenkt.

Auch die Bankenwerte standen europaweit auf den Verkaufslisten der Investoren. Die Aktien der Erste Group notierten am frühen Nachmittag mit einem Abschlag von 2,07 Prozent bei 30,28 Euro. Die Werte des Mitbewerbers Raiffeisen International erlitten ein Minus von 3,45 Prozent auf 45,62 Euro. Mit einem Verweis darauf, dass die Aktie zu schnell gestiegen sei, haben die Wertpapierspezialisten der UBS ihr Votum für die Titel von "Neutral" auf "Sell" herabgestuft.

Die Anteilsscheine des Anlagenbauers Andritz notierten um 3,48 Prozent schwächer bei 36,57 Euro. Der Andritz-Chef Wolfgang Leitner sprach davon, dass das Unternehmen seine Umsatzziele für 2010 verfehlen wird. Auch die Ziele für 2011 seien wahrscheinlich ebenfalls ein Wenig zu hoch.

An der Spitze der Kurstafel konnten sich die Aktien der Immoeast erfolgreich gegen den schwachen Trend stemmen - ein Plus von 2,45 Prozent auf 4,60 Euro. Die Aktienexperten der UniCredit haben in ihrer jüngsten Studie ihre Anlageempfehlung "Buy" bestätigt. Das Zwölfmonats-Kursziel wurde von 5,10 auf 6,00 Euro angehoben.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2.756,52 Punkten, das Tagestief lag gegen 13.45 Uhr bei 2.685,47 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 1,91 Prozent bei 1.279,04 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market fünf Titel mit höheren Kursen, 39 mit tieferen und drei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 8.635.551 (Vortag: 6.863.367) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 227,75 (188,47) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 524.674 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 47,81 Mio. Euro entspricht.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.