Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Österreich

Österreich nimmt sich aus dem Steuerrennen

Finanzminister Hans Jörg Schelling
Finanzminister Hans Jörg SchellingAPA/ROLAND SCHLAGER
  • Drucken

Während ringsherum die Steuersätze für Unternehmen sinken, ist im Arbeitsprogramm der heimischen Regierung dazu nichts zu finden. Österreich verlässt sich auf altbekannte Steuervorteile.

Wien. Wie reagiert Österreich auf den zunehmenden Steuerwettbewerb in Europa? Ein erster Anlauf von ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling, die Körperschaftsteuer (KSt) von 25 Prozent auf zwanzig Prozent zu drücken, ging im vergangenen Herbst nach hinten los. Der Plan hätte den Staat 1,5 Milliarden im Jahr gekostet, sollte dafür aber ein kräftiges Signal für den Standort bringen. Die SPÖ legte sich dennoch quer. Auch der (bescheidenere) Vorschlag der Industriellenvereinigung stieß auf taube Ohren.

Dabei müsste die Erinnerung der Regierung an die letzte Steuersenkung für Unternehmen ganz gut sein. Im Jahr 2005 reduzierte der Fiskus die Gewinnsteuer von damals 34 auf 25 Prozent. In der Folge strömten viele (vor allem deutsche) Unternehmen ins Land. Erst als Berlin sich gezwungen sah, selbst nachzuziehen, ebbte der Effekt ab.