Tag 28

Das Problem namens Mike Flynn wächst

"Ich schalte das Fernsehen ein, schlage die Zeitungen auf, und ich sehe Geschichten des Chaos, Chaos. Aber es ist das exakte Gegenteil. Diese Regierung läuft wie eine gut geölte Maschine", sagte der Präsident während einer schrittweise in einen Rundumschlag gegen seine Kritiker entglittenen Pressekonferenz. Dieser Selbsteinschätzung zum Trotz musste er wenige Stunden später einen weiteren Rückschlag beim Aufbau seines Regierungsteams einstecken. Der Vizeadmiral i.R. Robert Harward lehnte Trumps Angebot ab, sein neuer Nationaler Sicherheitsberater zu werden.

In einer Aussendung begründete Harward dies damit, mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu wollen, als es so ein aufreibender Posten erlauben würde. Doch mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf Vertraute Harwards, der unter George W. Bush im Nationalen Sicherheitsrat gedient hatte, dass er von Trump keine Zusage bekam, in Personalfragen das letzte Wort gegenüber Trumps politischen Einflüsterern zu haben - allen voran dem rechtspopulistischen Medienprovokateur Stephen Bannon, Trumps strategischem Berater im Weißen Haus. Somit ist dieser zentrale Posten, in dem die Sicherheitspolitik der USA beraten und für den Präsidenten beschlussreif formuliert wird, nach dem Rücktritt von Michael Flynn weiterhin nur interimistisch besetzt.

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