Während seiner Anhörung im Justizausschuss des Senates am 10. Jänner wurde der nunmehrige Justizminister und damalige Senator Jeff Sessions von seinem demokratischen Kollegen Al Franken gefragt, ob er von Belegen darüber Kenntnis habe, dass Mitglieder des Wahlkampfteams von Donald Trump im Kontakt mit russischen Regierungsstellen gewesen seien. Sessions verneinte: "Ich bin mir keiner solcher Aktivitäten bewusst. Ich hatte keine Gespräche mit den Russen."
Das stellte sich am Mittwochabend als falsch heraus. Die "Washington Post" berichtete, dass Sessions während des Wahlkampfes den russischen Botschafter Sergej Kisljak gleich zweimal persönlich traf: das erste Mal am Rande des republikanischen Parteitages in Cleveland im Juli, das zweite Mal im September in seinem Büro im Senat; damals war Sessions Mitglied des Streitkräfteausschusses.