„Schöne und Biest“ wird erster Disney-Film mit „exklusiv schwuler“ Szene

DIE SCHÖNE UND DAS BIEST
DIE SCHÖNE UND DAS BIEST(c) Disney/Laurie Sparham
  • Drucken

Die Neuverfilmung des Zeichentrick-Klassikers „Die Schöne und das Biest“ bedeute einen „Wendepunkt“ für den Disney-Konzern, kündigte Regisseur Bill Condon an.

Der Unterhaltungsriese Disney ist nicht gerade für Progressivität bekannt, wenn es um das Bild von Gesellschaft und Beziehung geht, das er in seinen Filmen und Serien zeichnet. Darum ist es erstaunlich, dass Regisseur Bill Condon für die mit Spannung erwartete Neuverfilmung des Zeichentrick-Klassikers „Die Schöne und das Biest“ den ersten „ausschließlich schwulen Moment“ in einem Disney-Film ankündigte.

DIE SCHÖNE UND DAS BIEST
DIE SCHÖNE UND DAS BIEST(c) Courtesy of Disney

Der Moment soll zwischen Gaston (Luke Evans), dem Antagonisten der Realverfilmung, und dem Gehilfen LeFou (Josh Gad) stattfinden, sagte Condon in einem Interview mit dem britischen Magazin „Attitude“. „LeFou ist jemand, der am einen Tag so sein will wie Gaston und am nächsten will er ihn am liebsten küssen“, sagte Condon. „Er ist verwirrt. Er realisiert erst allmählich, dass er diese Gefühle hat“. Mehr wollte der Regisseur nicht verraten, außer: „dass wird ein netter, exklusiv schwuler Moment in einem Disney-Film.“

Für den Unterhaltungskonzern sei dies ein „Wendepunkt“, der lange auf sich habe warten lassen, findet der Regisseur. Mit der Szene trage der Film die „Botschaft der Natürlichkeit und der Selbstverständlichkeit (homosexueller Beziehungen, Anm.) in die Welt hinaus“. Condon gratulierte dem Konzern für seinen Mut und meinte, es sei ein Schritt in die richtige Richtung, denn Disney könne Menschen in ihrer Haltung gegenüber der Homosexualität positiv beeinflussen.

Einen Vorgeschmack auf die Szene erlaubt ein Clip aus dem Film, den Disney nun veröffentlicht hat. Ob – oder eher, in welchen Ländern – der angekündigte „Moment“ zensiert wird, bleibt freilich abzuwarten.

Im Zentrum des Films steht ein heterosexuelles Paar: der 34-jährige Brite Dan Stevens spielt das Biest, die 26-jährige Landsfrau Emma Watson Belle. Die Schauspielerin hat im Vorfeld angekündigt, dass diese emanzipierter sei als die Figur aus dem Zeichentrick-Film von 1991. Zwar sei Belle „ganz und gar eine Disney-Prinzessin“, so Watson, „aber kein passiver Charakter - sie hat ihr eigenes Schicksal in der Hand“. Die Schauspielerin, die mit „Harry Potter“-Filmen bekannt wurde, engagiert sich auch für Frauenrechte und ist Goodwill-Botschafterin der Frauenorganisation UN Women.

In Österreich kommt „Die Schöne und das Biest“ am 16. März ins Kino.

>> Interview in „Attitude“

(Red. )

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.