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Innenpolitik

Erster grüner Bürgermeister in Innsbruck?

Georg Willi ist langjähriger Landessprecher sowie Klubobmann der Tiroler Grünen und seit 2013 Abgeordneter zum Nationalrat.
Georg Willi vor der historischen Häuserfassade von St. Nikolaus in Innsbruck.Thomas Steinlechner / Die Presse
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Mit seiner Ankündigung, Bürgermeister in Innsbruck werden zu wollen, hat der Grüne Georg Willi eine spannende Ausgangslage für die Wahlen im kommenden Jahr geschaffen. Und den Wahlkampf de facto eröffnet.

Schon beachtlich, was eine Umfrage alles bewirken kann. Oder besser gesagt: Wofür sie als Anlass und Rechtfertigung herangezogen wird. Georg Willi, langjähriger Landessprecher sowie Klubobmann der Tiroler Grünen und seit 2013 Abgeordneter zum Nationalrat, will seine Partei als Bürgermeisterkandidat in die Innsbrucker Gemeinderatswahlen im Frühjahr 2018 führen. Dafür wird sich der 57-Jährige, wie er kürzlich ankündigte, bei der Bezirksversammlung Ende April einer Kampfabstimmung gegen die amtierende Vizebürgermeisterin, Sonja Pitscheider, stellen. Denn auch sie will von dem seit Jahren anhaltenden Höhenflug der Grünen in der Landeshauptstadt profitieren und Bürgermeisterin werden. Oder Vize bleiben.

Hier kommt die Umfrage ins Spiel, die vor einigen Wochen von der Universität Innsbruck durchgeführt wurde und Willi hervorragende Beliebtheitswerte bescheinigt. Wäre er Spitzenkandidat der Grünen, würde er demnach auf 40,1 Prozent der Stimmen kommen, die amtierende Stadtchefin Christine Oppitz-Plörer (von der ÖVP-Abspaltung „Für Innsbruck“) hingegen auf 33,1 Prozent. Sollte erneut Pitscheider antreten, werden ihr 17,9 Prozent prognostiziert, und Oppitz-Plörer bliebe mit 46,8 Prozent der Stimmen klar auf Platz eins. Als Partei liegen die Grünen in der Umfrage mit 30,2 Prozent deutlich vor FPÖ bzw. Federspiel (19,5 Prozent), „Für Innsbruck“ und ÖVP (je 14,1 Prozent) sowie SPÖ (10,3 Prozent).