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Fonds

Ein unmoralisches Angebot

Mit der Wahl Donald Trumps haben Waffenhersteller Aufwind bekommen.
Mit der Wahl Donald Trumps haben Waffenhersteller Aufwind bekommen.(c) Daniel Karmann / picturedesk.com
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Donald Trump rüstet auf, und weltweit hoffen Waffenhersteller auf satte Zugewinne. Fonds, die sich auf ethisch fragwürdige Investments spezialisieren, gibt es zwar. Für Anleger ist es aber wohl sinnvoller, Einzeltitel zu kaufen.

Wien. Der US-Waffenproduzent Smith & Wesson hat sich ein wenig, nun ja, verspekuliert. Am 7. November stellte die Firma eine umfassende Neupositionierung vor. Man werde in Zukunft verstärkt auch andere Geschäftszweige hervorheben. Schließlich verkaufe die Firma ja auch Taschenmesser, Moskitonetze und andere Campingartikel. Das mag Sinn ergeben: Wer will schon immer mit dem mörderischen Image des Herstellers von Schussgeräten assoziiert werden?

Also benannte sich der im Bundesstaat Massachusetts ansässige Konzern um. Die Firma heißt mittlerweile American Outdoor Brands Corporation. Klingt doch gleich besser. Zumal man damit gerechnet hatte, dass die Waffengegnerin Hillary Clinton ins Weiße Haus einziehen würde. Doch es gewann Donald Trump. Die Aktienkurse fast aller Waffenmacher schossen durch die Decke, jener von Smith & Wesson gab innerhalb weniger Tage um 20 Prozent nach. Schlechtes Timing. Da sind die Märkte gnadenlos.