Rendi-Wagner wird neue Gesundheitsministerin

Rendi-Wagner soll Oberhauser nachfolgen
Pamela Rendi-Wagner(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Kanzler Christian Kern schlägt die Medizinerin als Nachfolgerin von Sabine Oberhauser vor. Morgen sollen die Parteigremien der neuen Gesundheits- und Frauenministerin ihren Sanktus geben.

Mittwochfrüh werden die Gremien der SPÖ, Präsidium und Vorstand, der neuen Gesundheits- und Frauenministerin ihren Sanktus geben: Pamela Rendi-Wagner. Die 46-Jährige ist derzeit Sektionschefin im Gesundheitsministerium und wird damit der kürzlich verstorbenen Ministerin Sabine Oberhauser nachfolgen. Nikolai Moser, ein Sprecher von Bundeskanzler Christian Kern, bestätigte die Informationen am späten Dienstagnachmittag via Twitter.

In der ORF-"Zeit im Bild" um 17 Uhr bezeichnete Kern Rendi-Wagner als bekannte und hervorragend qualifizierte Expertin im Gesundheitsbereich. Sie kenne aber auch Sorgen und Nöte der Frauen in der Arbeitswelt und Gesellschaft. Die Ärztin sei "eine Frau, die eine beachtliche Berufskarriere gemacht hat, mit beiden Beinen im Leben steht".

Der konkrete Fahrplan: Kern wird Rendi-Wagner den roten Gremien am Mittwoch vorschlagen, Präsidium und Vorstand der Sozialdemokraten werden den Vorschlag dann besiegeln. Gegen 9.30 Uhr ist dann eine Pressekonferenz vorgesehen. Die Angelobung der bisherigen Sektionschefin im Gesundheitsministerium könnte kommenden Montag erfolgen. Tags darauf soll sie dem Parlament vorgestellt werden.

Zuvor hatten sich die SPÖ-Frauen noch quer gelegt. Kern konnte sie letztlich von der 46-jährigen Medizinerin und ehemaligen Wissenschaftlerin überzeugen: Es gab den Einwand, dass Rendi-Wagner in der Partei nicht verankert und frauenpolitisch unerfahren sei.

Rendi-Wagner studierte an der Medizinischen Universität Wien Allgemeinmedizin, sie promovierte 1996. Daraufhin absolvierte sie eine Facharztausbildung in London, zwei Jahre später kehrte sie nach Wien an die Universität zurück, wo sie sich 2008 mit dem Thema „Prävention durch Impfungen“ habilitierte. 2011 übernahm die heute 46-Jährige die Leitung der Sektion III „Öffentliche Gesundheit und medizinische Angelegenheiten“ im Bundesministerium für Gesundheit.

(pri/red.)