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Studie: Jugend ohne Angst vor der Krise

Symbolbild
(c) Bilderbox (Erwin Wodicka)
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Der steirische Nachwuchs bleibt optimistisch - und werteverbunden. Freundschaft, Spaß und Ehrlichkeit stehen an der Spitze der Werteskala, ergab die zweite steirische Jugendstudie.

GRAZ(hoe). Der kleine Unterschied zwischen den Geschlechtern beginnt schon im Kinderzimmer: Weibliche Jugendliche bekommen monatlich um sieben Euro weniger Taschengeld als ihre männlichen Alterskollegen. Auch später, bei der Lehrlingsentschädigung beziehungsweise beim ersten Gehalt, müssen die Mädchen mit durchschnittlich 137 Euro weniger auskommen, für diverse Nebentätigkeiten gibt's 47 Euro weniger.

Diese Ergebnisse gehen aus der zweiten steirischen Jugendstudie hervor. Nach 2007 wurden heuer zum zweiten Mal knapp über 2000 Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren befragt. Die Daten ergeben ein optimistisches, aber weitgehend wertkonservatives Gesamtbild.

So glauben trotz Wirtschaftskrise 88,6 der weiblichen und 84,8 Prozent der männlichen Jugendlichen, dass ihre Berufswünsche in Erfüllung gehen werden. Die positive Grundstimmung aus 2007 wurde damit um fünf Prozentpunkte übertroffen. Überraschend für die Studienautoren Christian Ehetreiber und Christian Scharinger ist zudem, dass Hauptschüler einen signifikant höheren Optimismus aufweisen als AHS- und BHS-Schüler. Allerdings beschränkt sich die Zuversicht auf die persönliche Zukunft. 52 Prozent der Jugendlichen – und damit mehr als bei der letzten Studie – beurteilen die Entwicklung der Gesellschaft allgemein als negativ.

Stabil bleiben die Wertemuster: Freundschaft (87%), Spaß (86%), Ehrlichkeit (82%), Gesundheit (80%), Treue und Familie (76%) stehen in der Hitparade weiterhin ganz oben. Materiell gibt es ebenfalls klare Vorlieben: 95 Prozent haben ein Handy, fast ein Viertel sogar ein Zweithandy.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2009)