Russen werben für Präsidentenwahl am Tag der Krim-Annexion

Symbolbild: Wahlen in Russland
Symbolbild: Wahlen in Russland (c) APA/EPA (TATYANA ZENKOVICH)
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Russische Politiker setzen sich für eine Verschiebung des Urnengangs um eine Woche auf den 18. März 2018 ein. Die Entscheidung muss das Parlament treffen.

Die Präsidentenwahl in Russland könnte 2018 am Tag der Krim-Annexion stattfinden. Russische Politiker warben am Dienstag in Moskau für eine Verschiebung der Wahl um eine Woche auf den 18. März 2018. Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin bezeichnete den Vorschlag als gute Idee. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, er habe noch keine Meinung zu diesem Vorschlag.

Die angesehene Leiterin der Wahlkommission, Ella Pamfilowa, sprach sich für die Initiative aus. Zwei Senatoren hatten sie kürzlich eingebracht. "Für die bevorstehenden Präsidentenwahlen wäre der 18. März eine optimale Variante", sagte Pamfilowa der Agentur Interfax zufolge. Eine Entscheidung müsse aber das Parlament treffen.

Russland hatte sich die ukrainische Halbinsel Krim 2014 einverleibt. Der Westen - auch Deutschland - sieht darin einen Völkerrechtsbruch. In einem umstrittenen Referendum hatten die Bewohner der Krim am 16. März 2014 für einen Beitritt zu Russland gestimmt. Am 18. März wurde in Moskau ein entsprechender Vertrag unterzeichnet.

Die Krim-Annexion wird von vielen Russen unterstützt und als Verdienst von Präsident Wladimir Putin gewertet. Daher gilt der Vorschlag, die Wahl am Krim-Jahrestag abzuhalten, als Versuch, Putins Ergebnis zu stärken. Die Russen rechnen damit, dass er wieder antritt.

(APA/dpa)

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