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Schüssel: "Grasser war ausgezeichneter Finanzminister"

(c) Robert Jaeger
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In einem Interview mit der Zeitschrift "Datum" sagt der frühere Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, dass beim Buwog-Deal alles mit rechten Dingen zugegangen sei.

Wolfgang Schüssel verteidigt seinen früheren Finanzminister Karl Heinz Grasser in einem morgen, Freitag erscheindenen Interview mit der Zeitschrift "Datum". "Ich glaube, Grasser war in diesen sieben Jahren ein ausgezeichneter Finanzminister. Er hat erstmals seit 40 Jahren ein Nulldefizit erreicht und die ÖIAG, die er mit sechs Milliarden Schulden übernommen hat, war am Schluss schuldenfrei", so Schüssel in dem Gespräch, das vom Kabarettisten Florian Scheuba gestaltet wurde.

Nach eigenen Angaben wollte Schüssel nach seinem Abgang, dass Grasser Vizekanzler und Finanzminister wird - Andreas Khol hat das damals verhindert. Wäre sein Plan gelungen, so hätte sich Grasser auch "den Ärger um Julius Meinl V. gespart", so Schüssel. Grasser war an der Managementgesellschaft des Energie-Investors Meinl International Power beteiligt.

Über die Kritik des Rechnungshofs am Verkauf der Buwog meint Schüssel: "Das ist alles korrekt abgelaufen." Konkret auf Freunde wie Walter Meischberger, Peter Hochegger und Ernst Karl Plech angesprochen sagt Schüssel: "Die Freunde sind seine Sache. Da muss er sich jetzt auch hinstellen und das rechtfertigen. Aber das ist nicht mein Thema."

(Red.)