93 US-Bundesstaatsanwälte gibt es, sie werden vom jeweiligen Präsidenten für jeweils vier Jahre ernannt und sind dem Justizminister weisungsgebunden. Es ist üblich, dass jeder neue Präsident sie durch ihm gewogene Juristen ersetzt. Bill Clinton zum Beispiel ließ durch seine Justizministerin Janet Reno am 24. März 1993 alle 93 US State Attorneys, die von seinem republikanischen Vorgänger George Bush ernannt worden waren, um ihre Rücktrittsschreiben bitten.
Insofern war die Aufforderung von Trumps Justizminister Jeff Sessions vom Freitag an die verbleibenden 46 Bundesstaatsanwälte aus Barack Obamas Ära, ihre Rücktrittsschreiben einzureichen, keine Außergewöhnlichkeit. Die anderen 47 hatten ihre Büros bereits geräumt, ihre Aufgaben werden bis zur Ernennung ihrer Nachfolger von den jeweiligen berufsbeamteten Stellvertretern erfüllt.