VIG-Aktionäre dürfen sich über höhere Dividende freuen

Wiener St�dtische Versicherung
Wiener St�dtische Versicherung(c) Robert Newald (Robert Newald)
  • Drucken

Der Versicherungskonzern hat 2016 sein Gewinnziel übertroffen. Nun will man auch die Kosteneffizienz steigern.

Die Vienna Insurance Group (VIG) hat 2016 den Vorsteuergewinn (EGT) kräftig von 138 auf 407 Mio. Euro gesteigert und damit das eigene Ziel und die Analystenprognosen übertroffen. Deshalb wird die Dividende um ein Drittel von 60 auf 80 Cent je Aktie angehoben. Bis 2019 soll das EGT auf 450 bis 470 Mio. Euro wachsen, erklärte die VIG am Donnerstag.

Die Prämieneinnahmen sollen bis 2019 auf 9,5 Mrd. Euro klettern, voriges Jahr waren es 9,05 Mrd. Euro, wie der Versicherungskonzern im Vorfeld des Bilanzpressegesprächs weiter mitteilte. Für die Combined Ratio - Schäden und Kosten gemessen an den Einnahmen - werden mittelfristig weiterhin 95 Prozent angepeilt, voriges Jahr lag die Kennzahl netto unverändert bei 97,3 Prozent.

Der kräftige Anstieg beim Vorsteuergewinn (EGT) der VIG - von 137,7 Mio. auf 406,7 Mio. Euro, also mehr als eine Verdoppelung - erfolgte 2016 freilich von niedrigem Niveau aus, denn 2015 war das Ergebnis durch eine hohe IT-Abschreibung belastet gewesen. Die Kostenquote konnte die VIG voriges Jahr von 30,6 auf 30,4 Prozent drücken, die Schadenquote stieg jedoch von 66,7 auf 66,9 Prozent. Das Finanzergebnis lag mit 956 Mio. Euro um 7,8 Prozent tiefer als 2015 - Grund seien vor allem niedrigere realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen bei Anleihen und Ausleihungen sowie bei Aktien. 

Kosteneffizienz steigern

Besonders intensivieren will die VIG ihre Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Kranken-, Bank- und Rückversicherung. Die Krankenversicherung, deren Einnahmen 2016 im Gesamtkonzern um 6,6 Prozent zulegten, soll etwa in den fünf Märkten Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Türkei forciert werden. Großes Potenzial sehe man auch im Bankversicherungsgeschäft mit Fokus auf Kranken- und Sachversicherungen - dazu solle mit der Erste Group eine Projektgruppe gebildet werden, um Produkte, Vertrieb und Ertragskomponenten für beide Partner zu optimieren, so Stadler. Wachsen solle auch das Rückversicherungsgeschäft - die VIG Re mit Sitz in Prag ist in 31 Ländern aktiv und erzielte 2016 ein vorläufiges Prämienvolumen von rund 370 Mio. Euro.

Mit einer umfassenden neuen Managementagenda will die VIG die Zukunftsfähigkeit des Konzerns absichern, wie es am Donnerstag weiter hieß. Das Geschäftsmodell soll optimiert werden, und man will Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz setzen. Das schließe die Schaffung von Kostenvorteilen durch die Zusammenlegung von Back-Office-Funktionen und Gesellschaften innerhalb der Gruppe mit ein.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.