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Schweinegrippe: Elfjährige in Innsbruck gestorben

Symbolbild - Schweinegrippe-Tote in Innsbruck
(c) AP (Hermann J. Knippertz)
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Das Mädchen aus Südtirol war auf der Intensivstation der Uniklinik Innsbruck. Ihr Zustand hatte sich zuletzt deutlich verschlechtert, unter anderem war ihre Lunge außer Funktion. Nun ist sie tot.

Die seit 23. Oktober in Innsbruck nach einer H1N1-Infektion behandelte elfjährige Boznerin ist am Montagabend gestorben. Dies teilten die behandelnden Ärzte mit.

Bereits am Vormittag hatten die Ärzte den Gesundheitszustand der Südtirolerin, als "äußerst kritisch" bezeichnet. Die Kreislaufsituation habe sich "deutlich verschlechtert", hatte es geheißen. Die Lunge sei weiterhin außer Funktion. Die Sauerstoffversorgung der Organe könne nur durch eine Maschine (ECMO - Extrakorporale Membranoxygenierung) gewährleistet werden.

Das aus Bozen stammende Mädchen ist am 23. Oktober in die Innsbrucker Kinderklinik überstellt worden. Sie hatte sich mit Grippe-Symptomen an ihren Hausarzt gewendet.

Zusätzlich zur Schweinegrippe war dann in Innsbruck ein bakterieller Infekt in der Lunge aufgetreten. Diese Kombination aus viralem und bakteriellem Infekt konnten die Ärzte nicht in den Griff bekommen. Das Mädchen musste künstlich beatmet werden.

Wiener Patientin stabil

Eine leichte Besserung der Atemfunktion war bei jener Patientin zu beobachten, die seit Donnerstag auf der Intensivstation des Wiener Hanusch-Krankenhauses behandelt wird. Ihr Zustand sei dennoch weiterhin kritisch, wenn auch stabil, teilte das Spital in einer Aussendung mit. Laut Medienberichten handelt es sich um eine schwangere Frau.

Der Zustand des 41-jährigen Patienten aus Bayern, der seit Mittwoch wegen Schweinegrippe und bakterieller Lungenentzündung im Landeskrankenhaus Salzburg liegt, "ist besser", sagte die Pressesprecherin der Salzburger Landeskliniken, Mick Weinberger, am Montag. Der Patient spreche gut auf die antibiotische Behandlung seiner multi-organen Sepsis an, die zur H1N1-Infektion gekommen war. "Er befindet sich allerdings noch im Tiefschlaf", so Weinberger.
Asymptotische Fälle als Problem

Eine Konstante ist bei allen drei Fällen auffallend: Lungenerkrankungen. Das ist für Hubert Hrabcik, den Generaldirektor für öffentliche Gesundheit, der große Unterschied zur saisonalen Influenza. Zusätzliche Schutzmaßnahmen hält er nicht für sinnvoll, Sorgen bereiten ihm vielmehr Erkrankungen, bei denen die Patienten keine Symptome haben und das Virus weiter verbreiten. Laut Schätzungen könnte dies zehn bis 15 Prozent der Erkrankten betreffen.

(APA/Red.)