„Dynamik“ ist eines seiner Lieblingsworte. An seiner Heimatstadt Wien schätzt Max Hollein, der die Fine Arts Museums in San Francisco leitet, trotzdem vor allem eines: Stabilität.
Wie oft werden Sie für einen Deutschen gehalten?
Max Hollein: Das passiert hier natürlich oft, Europa ist weit entfernt, da wird nicht groß bei den Sprachakzenten unterschieden. Aber wenn man dann sagt, dass man aus Österreich kommt, finden das alle interessant. Der Pawlowsche Reflex ist dann immer: Oh, I love Vienna. Wien wird gerade in San Francisco mit Schönheit assoziiert. Aber auch mit Klischees. Die Leute verbinden mit Wien sicher keine rezentere Geschichte, sondern die Stadt um 1900.