Woher die Wiener ihre Küche nahmen

Ein Blick in die kaiserliche Küche: die Zuckerbäckerei in der Neuen Burg, um 1900.
Ein Blick in die kaiserliche Küche: die Zuckerbäckerei in der Neuen Burg, um 1900.(c) ÖNB-Bildarchiv / picturedesk.com

Die österreichische Küche gibt es eigentlich gar nicht. Die Wiener Küche ist aus einem Sammelsurium verschiedener Regionalküchen entstanden – was auch einen politischen Aspekt hatte.

Man stelle sich vor, jemand gesellt Schnitzel zu Burger, Wokgemüse zu Spaghetti Bolognese, Asianudeln zu Backhendlsalat, nimmt noch Wurstsemmeln, Pizza, Grillkoteletts und Steaks dazu, garniert es mit flüssigem Schokokuchen, Tiramisu und Baklava und nennt das ganze Wiener Küche. Auch wenn das ein beliebiges Sammelsurium hierzulande beliebter Speisen ist, kommt einem genau das in den Sinn, wenn man sich die Entstehung der weltberühmten Wiener Küche genauer ansieht. Denn streng genommen ist die Wiener Küche – wahrscheinlich wirklich die einzige Küche, die nach einer Stadt benannt wurde – eine Mischung aus vielen regionalen Küchen der k. u. k. Zeit.