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„Das Kaffeehaus reden die Wiener nur klein“

Wilhelm und Elisabeth Andraschko vor dem Unger & Klein in der Wiener Herrengasse. Hier gibt es ihren Kaffee.
Wilhelm und Elisabeth Andraschko vor dem Unger & Klein in der Wiener Herrengasse. Hier gibt es ihren Kaffee.(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Die Kaffeeröster Elisabeth und Wilhelm Andraschko haben den Deutschen gezeigt, was Espresso ist – und wissen, was miserabler Kaffee ist. Von der Suche nach dem besten Kaffee.

Ein schlechtgelaunter deutscher Röstmeister an einer riesigen, für Espresso völlig ungeeigneten Maschine war schuld daran, dass sich das Leben von Wilhelm Andraschko wieder einmal gewandelt hatte. Besagter Röstmeister hatte nämlich Andraschko, damals Cafetier und kritischer Kaffee-Einkäufer, auf die Frage, wie denn da jetzt bitteschön das Italienische in den Kaffee kommen solle, geantwortet: „Och, das ist unser normaler Kaffee, den rösten wir einfach zwei Minuten länger.“ „Punkt, das war's. Meine Rösterkarriere hat genau in diesem Moment begonnen“, sagt Wilhelm Andraschko.