Schnellauswahl

Deutscher stirbt beinahe nach Schweinegrippe-Impfung

Schweinegrippe Impfung
(c) APA/GEORG HOCHMUTH (Georg Hochmuth)
  • Drucken

Der 30-Jährige erlitt nach der Impfung einen lebensbedrohenden anaphylaktischen Schock. Nur weil ein Arzt sofort einschritt, konnte er überleben. In Schweden ist es schon zu Todesfällen gekommen.

Bei der Schweinegrippe-Impfung in Deutschland sind am Wochenende erstmals lebensgefährliche Komplikationen aufgetreten. In Düsseldorf erlitt ein etwa 30-jähriger Mann nach der Impfung einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock (eine Überreaktion des Immunsystems), wie der Düsseldorfer Impfarzt und Orthopäde Christian Wittig bestätigte.

Glücklicherweise befand sich der Mann zu diesem Zeitpunkt noch in der Arztpraxis und konnte sofort notfallmäßig betreut werden. "Bei einem anaphylaktischen Schock hat man ein Zeitfenster von 90 Sekunden, um zu reagieren", betonte Wittig. Der Patient habe einen Kreislaufkollaps erlitten, sei aber noch ansprechbar gewesen. Nach einer Notfallbehandlung wurde er in eine Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber zwei Stunden später bereits wieder verlassen.

In extrem seltenen Fällen kann es bei allen Impfungen zu solchen Zwischenfällen kommen. In Schweden ist es sogar schon zu fünf Todesfällen gekommen, sagte Wittig. Empfohlen wird für jede Impfung, dass der Betroffene eine kurze Zeit nach der Impfung unter Beobachtung bleibt.

 

(Ag.)