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Junge Grüne: "Parteispitze löst Probleme mit autoritären Mitteln"

Junge Grüne: "Parteispitze löst Probleme mit autoritären Mitteln"
Flora PetrikAPA/HELMUT FOHRINGER

Die Jungen Grünen zeigen sich über den Ausschluss "enttäuscht und traurig". Man suche jetzt neue Wege, um sich zu engagieren.

Die Jungen Grünen zeigen sich nach der Ankündigung der Bundespartei, die Zusammenarbeit zu beenden, "schockiert über diese Eskalation und die
Kompromisslosigkeit der Parteispitze". Man sei "enttäuscht und traurig", erklärte Flora Petrik, Vorsitzende der Jugendorganisation, am Freitag in einer Aussendung.

Bei dem Treffen am Donnerstagabend mit Parteichefin Eva Glawischnig sei diese "leider nicht bereit" gewesen, "auf die Versöhnungsangebote einzugehen und es noch einmal gemeinsam zu probieren". Es sei eine Fehleinschätzung der Jungen Grünen gewesen, "nicht zu sehen, dass die Parteispitze in ihrem derzeitigen Krisenzustand Probleme nur mehr mit autoritären Mitteln lösen kann".

Notfalltreffen am Sonntag

"Die Trennung tut natürlich weh. Wir streben dennoch eine geordnete Scheidung an, damit es nicht zu noch mehr unnötigen Kränkungen und Verletzungen kommt", so Petrik. So bitter die Scheidung auch sei, sehe sie darin auch eine Chance, neue und bessere Wege zu finden, sich politisch zu engagieren. Am Sonntag werde man bei einem Notfalltreffen über die aktuelle Situation beraten. "Wir werden uns mit Mut und Zuversicht weiterhin für eine solidarische und demokratische Gesellschaft einsetzen", betonte Petrik.

Unterdessen suchen die steirischen Grünen knapp vor der ÖH-Wahl dringend Aktivisten für die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) in Graz. Im Mitglieder-Newsletter wird zu einem "InteressentInnentreffen" am 3. April geladen. Die bisherige GRAS-Riege in der steirischen Landeshauptstadt hat sich größtenteils zur nunmehrigen Konkurrenz der Grünen Studierenden zusammengeschlossen, sogar auf der aktuellen GRAS-Homepage prangen als "Unser Team" noch Vertreter der Grünen Studierenden.

(Red.)