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Wiener SPÖ: Wahlvorschläge wohl ohne Überraschungen

Archivbild: Michael Häupl bei der Klubtagung der Wiener SPÖ
Archivbild: Michael Häupl bei der Klubtagung der Wiener SPÖAPA/HANS KLAUS TECHT
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Die Kandidatenliste für den Parteitag wird finalisiert, ein Herausforderer für Bürgermeister Häupl ist weiter nicht in Sicht. Im Parteipräsidium könnte Sandra Frauenberger der zurückgetretenen Sonja Wehsely folgen.

In der Wiener SPÖ tagt am heutigen Montagnachmittag die Wahlkommission. Sie finalisiert die Kandidatenliste für den Parteitag, nachdem die Frist für Bewerbungen am Wochenende abgelaufen ist. Dass heute Überraschungen vermeldet werden, gilt als eher unwahrscheinlich. Ein Gegenkandidat für Bürgermeister Michael Häupl, der erneut für den Parteivorsitz kandidiert, ist nicht in Sicht.

Nach den parteiinternen Querelen war eine Zeit lang nicht ganz ausgeschlossen worden, dass beim Parteitag am 29. April ein Herausforderer ins Rennen geht - auch wenn es diesbezüglich nie konkrete Ankündigungen gab. Selbst Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, dem Chancen für die Häupl-Nachfolge eingeräumt werden, hat stets betont, nicht gegen den amtierenden Obmann kandidieren zu wollen. Inzwischen haben sich die Wogen ohnehin wieder geglättet. Dass es zu einer Kampfabstimmung kommt, gilt inzwischen als ausgeschlossen.

Rückzug "zeitnah" nach Nationalratswahl

Häupl hat seine Kritiker damit besänftigt, dass er seinen Rückzug angekündigt hat - wobei der Abgang nach der nächsten Nationalratswahl (sie steht plangemäß 2018 auf den Programm, Anm.) erfolgen soll. Rätselraten gab es zuletzt über den Zeitplan, wobei inzwischen drei Monate als Frist genannt wurden. In der Partei wird jedoch auch nicht mehr ausgeschlossen, dass man den Wechsel erst auf dem turnusmäßig anstehenden Parteitag vollzieht.

Denn falls die Wahl im Herbst 2018 stattfindet und man die Koalitionsverhandlungen abwarten wolle, könnte man auf einen Sonderparteitag auch verzichten, heißt es in der Partei. Der "normale" Landesparteitag der Wiener SPÖ würde ohnehin im Frühjahr 2019 anstehen. Man bräuchte dafür keinen Extra-Termin.

Ersatz für Wehsely 

Eine Rochade wird am Parteitag jedenfalls vollzogen: Da die ehemalige Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely auch aus dem Parteipräsidium ausscheidet, muss hier Ersatz gefunden werden. Sprich: Ein neuer Stellvertreter bzw. eine Stellvertreterin des Parteichefs muss gekürt werden. Derzeit sind dies - neben Wehsely - Ruth Becher, Renate Brauner, Kathrin Gaal und Michael Ludwig.

Auch bei dieser Wahl dürfte kein Überraschung bevorstehen. Üblich sei, hier jemanden aus dem Parteivorstand aufrücken zu lassen, heißt es in der Partei. Als wahrscheinlich gilt, dass Sandra Frauenberger, die Wehsely bereits ins Gesundheitsressort gefolgt ist, nun auch ins Präsidium einzieht. Die Kommission, in der heute die entsprechende Vorentscheidungen fällt, tagt seit 15 Uhr.

(APA)