Nach 272 Millionen Euro Verlust von Jänner bis Juni kann der Konzern einen kleinen Gewinn von 34 Millionen von Juli bis September verbuchen. Nach neun Monaten steht aber noch ein Verlust von 235 Millionen Euro.
Der bei den monatelangen Verhandlungen um einen Kauf des Autobauers Opel leer ausgegangene Autozulieferer Magna schreibt nach eigenen Angaben wieder schwarze Zahlen. Im dritten Quartal sei ein Überschuss von 51 Millionen Dollar (34,3 Millionen Euro zum Kurs von 1,4863 vom 6. November 2009) verzeichnet worden, teilte das kanadisch-österreichische Unternehmen mit. Im Vorjahreszeitraum war ein Fehlbetrag von 144 Millionen Euro ausgewiesen worden. Von Jänner bis Juni dieses Jahres hatte der Konzern einen Verlust von 272 Millionen Euro verbucht. Dem positiven Quartalsergebnis steht also immer noch ein Minus von 238 Millionen Euro im bisherigen Jahr 2009 gegenüber. Der Umsatz schrumpfte im dritten Vierteljahr um 15,6 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Euro.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
Magna
Veränderung
3. Qu 093. Qu 08in Mio. €in %Umsatz3.141,363.673,73-532,37-14,49EBIT55,11-83,66138,77
Ergebnis operativ53,78-74,36128,15
Nettoergebnis33,86-142,75176,62
Magna
Veränderung
1.-3.Q 091.-3.Q 08in Mio. €in %Umsatz8.038,7512.527,72-4.488,97-35,83EBIT-250,98295,47-546,44
Ergebnis operativ-256,29327,34-583,63
Nettoergebnis-235,04145,41-380,45
Geplatzter Opel-Kauf
Magna macht einen großen Teil seines Geschäfts mit kränkelnden Autoriesen wie General Motors sowie Chrysler und bekam den Abschwung auf den weltweiten Automärkten zu spüren. Magna wollte gemeinsam mit der russischen Sberbank Opel übernehmen. Der Kauf war am Dienstag überraschend geplatzt. General Motors will die Tochter nicht mehr verkaufen.
(Ag.)