16.000 Bewerber: Wieder Rekordinteresse an Medizinstudium

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Bei der Kandidatenzahl geht es von Rekord zu Rekord. Dieses Jahr haben sich wieder sechs Prozent mehr Interessierte für den Aufnahmetest angemeldet.

Das Interesse am Medizinstudium steigt weiter an: Für den am 7. Juli stattfindenden Aufnahmetest an den Medizinischen Universitäten Wien, Graz und Innsbruck und der Medizinischen Fakultät der Uni Linz haben sich 15.991 Studienwerber registriert. Das sind um 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr (15.129). In Summe stehen 1.620 Plätze für das Human- und Zahnmedizinstudium zur Verfügung.

Wie die Medizin-Unis am Mittwoch mitteilten, haben sich bis zum Ende der Anmeldefrist an der Medizinischen Universität Wien 8030 Personen angemeldet, um 6,8 Prozent mehr als 2016 (7519). Davon sind 3218 Männer und 4812 Frauen. Mit 3670 Anmeldungen beträgt das Plus an der Medizinischen Universität Innsbruck gegenüber dem Vorjahr (3626) 1,2 Prozent. Davon sind 1448 Männer und 2222 Frauen.

Elf zu eins an der Medizin-Uni Wien

An der Medizin-Uni Graz sind 3359 Anmeldungen eingegangen, um 5,7 Prozent mehr als 2016 (3178). 1375 davon sind Männer und 1984 Frauen. Die Medizin-Fakultät der Universität Linz verzeichnete mit einem Plus von 15,6 Prozent den relativ höchsten Zuwachs, in absoluten Zahlen haben sich 932 Personen angemeldet (2016: 806). Davon sind 367 Männer und 565 Frauen.

In Wien (740 Studienplätze) kommen damit elf Studienwerber auf einen Studienplatz, in Innsbruck (400) und Graz (360) jeweils neun und in Linz (120) acht Bewerber auf einen Platz. Allerdings gehen weiterhin 75 Prozent der Studienplätze an allen Unis an Kandidaten mit österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Bewerber aus der EU und fünf Prozent an Studienwerber aus Drittstaaten.

Bewerber müssen Emotionen erkennen

Beim auf neun Stunden anberaumten schriftlichen Aufnahmetest für Humanmedizin (MedAT-H) werden das schulische Vorwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, Lesekompetenz und Testverständnis sowie kognitive Fertigkeiten (Zahlenfolge, Gedächtnis und Merkfähigkeit, Figuren zusammensetzen, Wortflüssigkeit, Implikationen erkennen) überprüft. Im Testteil "Soziales Entscheiden" gibt es den neuen Bereich "Emotionen Erkennen": Dabei müssen die Bewerber anhand der Beschreibung einer Situation feststellen, wie sich ihr Gegenüber fühlt.

Die Aufnahmeprüfung für Zahnmedizin (MedAT-Z) ist großteils ident mit dem MedAT-Z, die Testteile zu Textverständnis und Implikationen erkennen werden aber ersetzt durch einen Test in Drahtbiegen und Formen spiegeln, bei dem die Kandidaten ihre manuellen Fertigkeiten nachweisen müssen.

(APA)