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Chinas knausrige Superreiche

Bei sich selbst und der eigenen Sippe sind Chinesen sehr großzügig. Bei Spenden für Fremde allerdings nicht.
Bei sich selbst und der eigenen Sippe sind Chinesen sehr großzügig. Bei Spenden für Fremde allerdings nicht.(c) REUTERS (Carlos Barria)
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Die Volksrepublik zählt inzwischen weltweit die meisten Millionäre und Milliardäre. Dennoch sind Spenden für wohltätige Zwecke im Reich der Mitte nach wie vor eine Ausnahme.

Yang Cong überreicht jedem Gast einzeln einen Teller mit frischen Austern. „Aus Nordfrankreich“, sagt er. Und auch beim Hummer, dem Kobe-Rind und der Seegurke lässt er es sich als Gastgeber nicht nehmen, die Anwesenden am Tisch persönlich zu bewirten. Der Kellner, der etwas verlegen neben ihm steht, soll bloß die benutzten Teller abräumen. „Ich will ihm ja nicht ganz seinen Job nehmen“, sagt Yang Cong und lacht. Seinen Freunden gegenüber zeige man sich in China eben gern großzügig, erläutert er – vor allem beim Essen.

Yang Cong ist ein sehr reicher Mann. Der 42-Jährige hat sein Vermögen mit dem Verkauf von Schmuck und Luxusuhren gemacht. Wie viel er besitzt, will er nicht verraten. Nur so viel: Über 20 Geschäfte besitze er im ganzen Land. Und er ist gern bereit, seinen Reichtum mit anderen zu teilen. Seine beiden jüngeren Brüder hat er zu Anteilseignern gemacht, seinen Eltern mitten in der Pekinger Innenstadt eine Wohnung gekauft.