Der linke Volkstribun

Mélenchon legte eine Aufholjagd in den Umfragen hin.
Mélenchon legte eine Aufholjagd in den Umfragen hin.REUTERS
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Er will aus der EU austreten und eine Partnerschaft mit Wladimir Putin. Wie der linkspopulistische Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon mit seinem heiligen Zorn die Massen aufwiegelt.

Jean-Luc Mélenchon könnte es möglich machen: Ein Duell zwischen einem radikalen Linken und einer Rechtsextremistin. Der Ex-Trotzkist, Ex-Sozialist, Ex-Minister und Gründer der französischen Linkspartei Parti de gauche, Jean-Luc Mélenchon, tritt im Namen der France insoumise (Unbeugsames Frankreich) an. Der redegewandte linke Volkstribun hat seit seiner letzten Kandidatur von 2012 dazugelernt: Auch er will mit einem retropopulistischen Programm punkten, um insbesondere Marine Le Pen die Stimmen der Protestwähler streitig zu machen: Systematisch stellt er das "Volk" mit seinen wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Forderungen einer unbelehrbaren und habgierigen Kaste der Finanz und Medien gegenüber.

Mélenchon ist für einen Nato-Austritt und möchte, dass sich Frankreich aus Kriegen und Konflikten (namentlich in Syrien und Libyen) heraushält und mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin eine Partnerschaft pflegt. Er ist gegen die Freihandelsverträge mit Kanada und den USA und wünscht stattdessen Frankreichs Beitritt zur von Fidel Castro und Hugo Chávez gegründeten Bolivarischen Allianz.

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