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Siemens und Adidas kooperieren - Sportartikel digital fertigen

Adidas will im Herbst mit der Serienfertigung von Sportschuhen aus dem 3D-Drucker beginnen
Adidas will im Herbst mit der Serienfertigung von Sportschuhen aus dem 3D-Drucker beginnenAFP (CHRISTOF STACHE)
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Adidas will im Herbst mit der Serienfertigung von Sportschuhen aus dem 3D-Drucker beginnen. Siemens hilft, die Fertigung von Sportartikeln zu digitalisieren.

Siemens und Adidas wollen künftig zusammenarbeiten, um die Fertigung von Sportartikeln zu digitalisieren. Die Abläufe in der Adidas-"Speedfactory" werden dazu simuliert, getestet und optimiert - als "digitaler Zwilling", wie Siemens-Vorstand Klaus Helmrich am Montag auf der Hannover Messe bekanntgab.

Der Manager sprach von einer Verbindung von virtueller und realer Welt, die Markteinführungszeiten verkürze und mehr Flexibilität erlaube. Dies werde "viele Produktionsprozesse nachhaltig verändern".

Nach Siemens-Angaben sind Simulationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig, wenn ein Unternehmen flexibel auf individuelle Kundenwünsche in kleinen Stückzahlen reagieren wolle. Der "digitale Zwilling" simuliere alle Eigenschaften und Merkmale eines Produkts. So ließen sich Produktivität und Effizienz steigern.

Bereits Anfang April hatte Adidas angekündigt, voraussichtlich im Herbst mit der Serienfertigung von Sportschuhen aus dem 3D-Drucker beginnen zu wollen. Diese sollten zunächst in der "Speedfactory" in Ansbach, später auch in einer entsprechenden Fabrik in Atlanta/USA produziert werden. Der Konzern will damit besser auf Trends reagieren und mit neuen Produkten rascher auf den Markt kommen.

Adidas verliert den Ball

Der deutsch-dänische Sportausrüster Derbystar jagt dem Platzhirsch Adidas in der deutschen Bundesliga den Ball ab. Die prestigeträchtige Lizenz für Herstellung und Verkauf des offiziellen Spielballs der ersten und zweiten Bundesliga geht ab der Saison 2018/19 an das Unternehmen aus dem niederrheinischen Goch, wie die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Montag mitteilte. Die Zusammenarbeit sei auf vier Spielzeiten bis 2022 angelegt. Adidas hält seit 2010 die Rechte, die erstmals 2009 frei ausgeschrieben wurden. Derbystar war seit 1970 immer wieder durch Club-Kooperationen in der Bundesliga vertreten. Das Unternehmen gehört zum dänischen Ausrüsterkonzern Select Sport.

(APA/dpa)