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Die Bilanz

Wie verteilt man Wohlstand richtig?

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Kolumne Selbst der IWF sieht in der wachsenden Einkommensungleichheit ein Problem für die Weltwirtschaft. Wir werden uns bald in einer intensiven Verteilungsdiskussion wiederfinden.

Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer: Ein Klassiker, den vor allem linke und rechte Globalisierungsgegner gern auf ihrer „Playlist“ haben. Und der so zwar nicht ganz stimmt, aber durchaus einen wahren Kern hat: Vom global gesehen insgesamt rasch wachsenden Wohlstand (der im Übrigen überwiegend auf das Konto von Freihandel und technologischem Fortschritt geht) bleibt ein immer geringerer Anteil bei den Empfängern von Arbeitslöhnen hängen.

Nicht erst seit gestern. Schon seit den Achtzigerjahren geht der Anteil der Arbeitseinkommen am BIP in den Industrieländern kontinuierlich zurück, seit Mitte der Neunzigerjahre tut er das auch in den Entwicklungsländern. Anders gesagt: Das Wachstum der Löhne bleibt deutlich hinter dem Wachstum der Produktivität zurück, der Wohlstandszuwachs wird also primär nach oben verteilt.