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Ausstieg in Raten: Teilzeitarbeit im Alter

Martin Otzelberger hat keine Sorge, beim Eintritt in die Freizeitphase seiner Altersteilzeit in ein Loch zu fallen. Der heute 61-Jährige, hier auf seiner Vespa 125et, hat viele Interessen und Pläne.
Martin Otzelberger hat keine Sorge, beim Eintritt in die Freizeitphase seiner Altersteilzeit in ein Loch zu fallen. Der heute 61-Jährige, hier auf seiner Vespa 125et, hat viele Interessen und Pläne.(c) Akos Burg
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27.712 Menschen waren im Jahr 2016 in Altersteilzeit.So viele wie noch nie. Wie ist das, wenn man sich für den früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben entscheidet? Drei Erfahrungsberichte.

Er hat sich gerade ein Segelboot gekauft, will bald den Motorrad-A-Schein machen, und in seiner Werkstatt hat er immer etwas zu schrauben. Zum Beispiel an der azurblauen Vespa, mit der er auch zum vereinbarten Interviewtermin gekommen ist. Martin Otzelberger weiß, dass er nicht in einen Pensionsschock fallen wird, wenn er genau in einem Jahr seine aktive Arbeitszeit beendet.

Der gebürtige Wiener ist 61 Jahre alt und seit Februar in Altersteilzeit. Er hat sich für das geblockte Modell entschieden. Das bedeutet, er arbeitet bei reduziertem Entgelt noch bis Mai 2018 voll, braucht dann seinen Urlaub auf, „und ab September bleibe ich zu Hause“, wie er sagt. Die finanziellen Einbußen nimmt er in Kauf; er weiß, dass er privilegiert ist, weil er sich den sanften Arbeitsausstieg leisten kann. Seit 1986 arbeitet er im Vertrieb eines großen multinationalen Industriekonzerns in Wien. Die Entscheidung, in Altersteilzeit zu gehen, ist ihm nicht schwergefallen. „Es war immer schon mein Ziel, zum frühestmöglichen Zeitpunkt auszusteigen“, erzählt er.