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"Fundamentaler Wandel": Trump lobt seine ersten 100 Tage

Donald TrumpREUTERS

Der US-Präsident kritisiert zu seinem 100. Tag im Amt die Medien scharf: Journalisten würden seine Leistungen absichtlich zu verzerren. Er selbst sieht die ersten Monate seiner Regierung als "die schier erfolgreichsten in der Geschichte unseres Landes".

Donald Trump hat mit einem Auftritt vor Anhängern in Pennsylvania seinen 100. Tag im Amt des US-Präsidenten gefeiert. Die vergangenen Wochen seien "sehr aufregend und sehr produktiv" gewesen, sagte Trump in der Nacht auf Sonntag in Harrisburg. Seine fast einstündige Rede startete er allerdings mit einem mehrminütigen Angriff auf die Medien.

"Medienunternehmen wie CNN und MSNBC sind Fake News", so Trump. Er warf den Journalisten vor, die Bilanz über seine ersten Wochen im Amt absichtlich zu verzerren und nur schlecht über ihn zu berichten. Zugleich spottete er über das Galadinner der Journalisten, die über das Weiße Haus berichten. "In einem Hotel-Ballsaal in unserer Hauptstadt hat sich gerade eine große Gruppe von Hollywood-Schauspielern und Washingtoner Medien versammelt, um sich zu trösten", sagte Trump. Er sei froh, dass er weit weg vom "Washingtoner Sumpf" sei und nicht an dem "sehr langweiligen" Dinner der Korrespondenten des Weißen Hauses teilnehmen müsse.

Trump ist der erste Präsident seit 36 Jahren, der dieser traditionellen Veranstaltung fernbleibt. Bisher hielten die Präsidenten dort eine Rede, in der sie sich selbst auf den Arm nahmen.

Entscheidung über Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt

Zum Konflikt mit Nordkorea meinte Trump, dass China Druck auf das isolierte kommunistische Regime ausübe. Die Regierung in Peking helfe den USA beim Versuch, den Konflikt zu lösen. China habe "enorme Macht", sein chinesischer Präsident Xi Jinping sei ein "guter Mann". Man werde sehen, was passiert.

Der US-Präsident bekräftigte außerdem, dass er binnen zwei Wochen eine Entscheidung über das Pariser Klimaschutzabkommen fällen werde. Die Vereinbarung sei einseitig, erklärte er. Die USA müssten Milliarden US-Dollar zahlen, während andere Länder wie China, Russland und Indien "nichts" zahlten. Trump unterschrieb bereits im März ein Dekret, mit dem zentrale Bestimmungen zum Klimaschutz aufgeweicht, abgebaut oder abgeschafft werden. Er hatte in der Vergangenheit den menschengemachten Klimawandel angezweifelt und mit dem Ausstieg aus dem Abkommen gedroht, auf das sich Ende 2015 in Paris 195 Staaten geeinigt hatten.

In einer am Samstag ausgestrahlten wöchentlichen Ansprache sagte Trump, er habe in nur 14 Wochen einen "fundamentalen Wandel" nach Washington gebracht. "Ich bin davon überzeugt, dass die ersten 100 Tage meiner Regierung die schier erfolgreichsten in der Geschichte unseres Landes waren."

Trumps Bilanz ist allerdings keineswegs gut. Wichtige Vorhaben des Republikaners - die Abschaffung der Gesundheitsversorgung Obamacare und ein Einreiseverbot - scheiterten bisher. Die Finanzierung der Mauer an der Grenze zu Mexiko, seinem Prestigeobjekt, ist unklar. Für Schlagzeilen sorgten unter anderem auch die engen Kontakte seines Teams zu Russland. Der Rechtspopulist Trump hatte am 20. Jänner sein Amt angetreten.

(APA/AFP/dpa)