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Bertelsmann kehrt in die Gewinnzone zurück

Bertelsmann schreibt wieder Gewinne
(c) AP (Roberto Pfeil)
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Im dritten Quartal schreibt Europas größter Medienkonzern wieder schwarze Zahlen. Der Vorstand will noch nicht von einer Trendwende sprechen. Dem Sparprogramm fielen über 4500 Stellen zum Opfer.

Das Sparprogramm zahlt sich aus: Europas größter Medienkonzern Bertelsmann schreibt wieder schwarze Zahlen. Der Gewinn lag im Quartal zwischen Juli und September bei 87 Millionen Euro. Das war fast viermal so viel wie im Vorjahresquartal, teilte die Bertelsmann AG am Mittwoch in Gütersloh mit. Der Umsatz ging um 4,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zurück.

Der Konzern hatte noch im ersten Halbjahr wegen schwacher Werbemärkte und hoher Firmenwert-Abschreibungen unter dem Strich einen Verlust von 333 Millionen Euro verkraften müssen. Bertelsmann hatte daraufhin das größte Sparprogramm in fast 175 Jahren Unternehmensgeschichte eingeleitet.

"Gewinn liegt über Erwartungen"

"Die Rückkehr in die Gewinnzone im abgelaufenen dritten Quartal zeigt eindeutig, dass unser Kosten- und Effizienzprogramm greift", sagte der Vorstandsvorsitzende Hartmut Ostrowski. "Der Konzerngewinn liegt über unseren Erwartungen."

Ostrowski rechnet auch für das gesamte zweite Halbjahr mit einem positiven Ergebnis. "Allerdings wäre es zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht, von einer Trendwende für alle unsere Geschäfte zu sprechen. Wir verzeichnen eine leichte Stabilisierung der Umsätze." Die weitere Entwicklung sei jedoch noch nicht genau vorherzusagen.

4550 Mitarbeiter weniger

Seit Jahresbeginn sank die Zahl der Bertelsmann-Beschäftigten weltweit von etwa 107.150 auf rund 102.600. Ostrowski betonte jedoch: "Ziel war es nie, eine bestimmte Zahl von Mitarbeitern abzubauen, sondern über eine Vielzahl von unterschiedlichen Maßnahmen unser Einsparvolumen zu realisieren. Personalabbau stand dabei nicht im Vordergrund und wird es auch in Zukunft nicht tun. Er lässt sich in manchen Geschäftsbereichen jedoch nicht vermeiden."

Allein im laufenden Jahr will Bertelsmann 900 Millionen Euro einsparen. Der große Entscheidungsspielraum für die einzelnen Geschäftsbereiche habe sich dabei bewährt, sagte der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende.

 

(Ag.)