Großbritannien steigt in den Brexit-Ring

Die britische Premierministerin Theresa May stattet dem Ort Mevagissev im Südwesten Englands einen Besuch ab - inklusive Pommes-Zwischenmahlzeit.
Die britische Premierministerin Theresa May stattet dem Ort Mevagissev im Südwesten Englands einen Besuch ab - inklusive Pommes-Zwischenmahlzeit.(c) APA/AFP/POOL/DYLAN MARTINEZ (DYLAN MARTINEZ)

Erstes Scharmützel in Verhandlungen um den EU-Austritt Großbritanniens: London will offenbar sein Mitspracherecht bei EU-Entscheidungen nutzen, um Zugeständnisse abzupressen.

Noch sind die offiziellen Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nicht offiziell angelaufen, doch die britische Regierung scheint bereits jetzt die Glacéhandschuhe abgestreift zu haben – dieser Schluss lässt sich aus einer internen Mitteilung der Brüsseler Behörde ziehen, die der „Presse“ vorliegt. Demnach wollen die Briten offenbar die Tatsache, dass ihr Land bis zum Vollzug des EU-Austritt am 29. März 2019 als Noch-EU-Mitglied Mitspracherecht bei allen nicht-Brexit-relevanten Entscheidungen der Union hat, dazu nutzen, um den Europäern Zugeständnisse abzupressen.