Öl kostet so wenig wie seit Ende November nicht mehr

Eine russische Ölförderanlage.
Eine russische Ölförderanlage.Bloomberg
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Wegen des hohen Lagerbestandes fällt der Preis für Rohöl. Das zog am Donnerstag die Energiewerte in die Tiefe.

Ein Rückgang der Ölpreise hat am Donnerstag die Wall Street in Schach gehalten. Wegen Spekulationen auf anhaltend hohe Lagerbestände in den USA kostete Öl so wenig wie seit Ende November nicht mehr, als die Opec eine Obergrenze für die Förderung beschlossen hatte. Dies zog vor allem Energiewerte in die Tiefe.

Gestützt wurden die Kurse dagegen von der US-Notenbank. Sie hatte sich am Mittwochabend positiv über die Konjunkturaussichten geäußert und die Tür für eine weitere Zinserhöhung im Juni offengehalten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nahezu unverändert bei 20.951 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit einem minimalen Plus von knapp 0,1 Prozent bei 2389 Zählern aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte ebenfalls rund 0,1 Prozent auf 6075 Stellen zu. In Europa gab dagegen wachsende Zuversicht für einen Sieg des europafreundlichen Linksliberalen Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentenwahl am Sonntag den Börsen Auftrieb. Der Dax erklomm im Handelsverlauf erneut ein Rekordhoch und schloss bei einem Plus von einem Prozent mit 12.647 Punkten so hoch wie noch nie.

Facebook stimmt Aktionäre auf härtere Zeiten ein

Bei den New Yorker Einzelwerten im Fokus stand Facebook. Das weltgrößte soziale Netzwerk konnte zwar Gewinn und Umsatz im ersten Quartal kräftig steigern. Das Unternehmen von Mark Zuckerberg stimmte seine Aktionäre aber auf härtere Zeiten ein. Für den Rest des Jahres 2017 erwartet es, dass die Werbeerlöse deutlich langsamer zulegen werden. Der skeptische Ausblick verschreckte die Anleger. Die Papiere büßten 0,6 Prozent ein.

Tesla-Aktien verloren fünf Prozent. Der Elektroauto-Pionier hat seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal zwar mehr als verdoppelt, den Verlust aber ausgeweitet.

Der Ölpreis-Rückgang belastete die Energiewerte. Die Papiere des Ölriesen Exxon gaben 1,3 Prozent nach, die Anteilsscheine des Rivalen Chevron um 1,8 Prozent.

(APA/Reuters)

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