Nach einem Jahr im Minus ist das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2009 um 0,9 Prozent gestiegen. Von einem selbsttragenden Aufschwung könne aber noch keine Rede sein, warnt das Wifo.
Erstmals seit dem zweiten Quartal 2008 ist die heimische Wirtschaft heuer im dritten Quartal (im Vergleich zum vorhergehenden Vierteljahr) wieder gewachsen, und zwar um 0,9 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr lag das BIP saison- und arbeitstagebereinigt allerdings noch um 2,4 Prozent tiefer. Im zweiten Quartal hatte das Minus noch 5,3 Prozent betragen. Von einem selbsttragenden Aufschwung könne noch nicht gesprochen werden, warnte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Freitag bei der Präsentation seiner BIP-Schnellschätzung.
Hauptimpulse für das überaus kräftige Wachstum des BIP gingen laut Wifo vom Export und den Bauinvestitionen aus. "Die heimischen und internationalen Konjunkturprogramme scheinen nunmehr ihre Wirkung voll zu entfalten", so Wifo-Experte Marcus Scheiblecker.
Auch das geringe, aber stabile Wachstum des Konsums der Privathaushalte hielt an. Die deutliche Verschlechterung der Arbeitsmarktlage wirkte dämpfend. Die Steuerreform und die geringe Inflation begünstigten hingegen die Entwicklung.
Seit Mitte 2009 sei das BIP "überaus kräftig" gewachsen. Im zweiten Quartal war das BIP gegenüber dem Vorquartal noch 0,5 Prozent gesunken, im 1. Quartal war das Minus zum Vorquartal mit 2,6 Prozent am stärksten gewesen.
(APA/Red.)