Anders als für Béla Bartók war das Streichquartett für Paul Hindemith nicht intimer Begleiter aller Stadien seiner kompositorischen Entwicklung.
So gibt es nur wenige Aufnahmen seiner sieben einschlägigen Werke. Umso schöner, dass nun die Gesamtaufnahme durch das fabelhafte Juilliard String Quartet von 1995/97 wieder erscheint. Hier ist – mit Ausnahme des vertrackten Spätwerks – der ganze Hindemith enthalten, vom noch ganz romantisch tönenden C-Dur-Erstversuch bis zu den „Gebrauchsstücken“ aus dem US-Exil. Vom ungestümen Ausdrucksstreben bis zur strengsten Form: eine enorm vielfältige Ausdruckspalette. (Wergo)