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"Geh und sing mit den Engeln"

Trauerbekundungen in Manchester.
Trauerbekundungen in Manchester.APA/AFP/BEN STANSALL
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Verzweifelt suchte Charlotte Campbell nach dem Manchester-Attentat nach ihrer 15-jährigen Tochter. Am Mittwoch kam die traurige Gewissheit: Olivia ist eines der 22 Opfer.

Für sie war es wie ein Traum, der wahr wird, erzählt Paul Hodgons, Stiefvater der der 15-jährigen Olivia Campbell. Doch nach einem Tag Bangen und Hoffen auf ein Lebenszeichen der Teenagerin ist der Traum zum Albtraum geworden: Das junge Mädchen kam nie wieder von dem Konzert des Teenie-Idols Ariana Grande in Manchester nach Hause. Sie fiel dem Attentat des 22-jährigen Salman Abedi zum Opfer, der sich am Montag im Vorraum der Konzerthalle mit einer selbst gebastelten Bombe in die Luft sprengte.

Seit Dienstagmorgen suchte ihre Mutter Charlotte Campbell verzweifelt nach der Tochter. Auf Facebook, Twitter, im Fernsehen und im Radio bat die Frau aus Bury nahe Manchester um Hinweise auf den Verbleib ihres Kindes. Mit einem Foto Olivias in der Hand schilderte die Mutter auf BBC ihren Albtraum: Wie sie Krankenhäuser und die Polizei anrufe, wie Olivias Vater, Freunde und sogar Leute, die sie nicht kannten, nach ihrer Tochter suchten.

"Und ich höre einfach nichts, ihr Telefon ist tot. Die Behörden haben mir gesagt, abzuwarten und auf einen Anruf zu warten. Ich traue mich nicht, das Haus zu verlassen, falls sie genau dann nach Hause kommt", sagte sie in dem Fernsehinterview.

Die Bilder Olivias gingen um die Welt: Mit strahlenden, blauen Augen lächelt sie in die Kamera, einen gelben Kranz aus Schmetterlingen in ihr Foto montiert.

Am Mittwoch dann teilte Charlotte Campbell die bestürzende Gewissheit auf ihrer Facebook-Seite: "Ruhe in Frieden mein liebstes, kostbarstes, wunderschönstes Mädchen Olivia Campbell. Du wurdest mir zu früh weggenommen. Gehe und singe mit den Engeln und höre nie auf zu lächeln. Mummy liebt dich so sehr." Olivia ist eines von 22 Opfern, das bei dem Attentat ums Leben kam. Das jüngste war acht Jahre alt.

Kurz vor dem Konzert hatte Charlotte Campbell das letzte Mal von ihrer Tochter gehört. Die Schülerin erzählte, wie glücklich sie war, das Konzert anhören zu können. "Sie dankte mir und sagte, dass sich mich liebte", erzählt Campbell dem Sender CNN. "Das war das letzte, was ich von ihr hörte."

>>> Bericht auf CNN.

>>> Bericht auf BBC.

(maka)