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"Kein Global Player": Sobotka glaubt nicht an russische Hackattacken auf Österreich

"Es gibt von russischer Seite, von der Sicherheitsseite keine Absicht, in Österreich irgendetwas zu beeinflussen."Clemens Fabry
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Russland habe Österreich immer sehr zuvorkommend behandelt, meint der Innenminister. Vorwürfe der russischen Wahlkampfbeeinflussung seien "Spekulation".

Terrorbekämpfung, organisiertes Verbrechen, Cyberkriminalität - das waren die Themen, die im Mittelpunkt des Treffens zwischen Innenminister Wolfgang Sobotka und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Kolokolzew am Dienstag in Moskau standen. Denn international vernetzte Verbrecherbanden aus der autonomen russischen Republik Tschetschenien machen beiden Ländern zu schaffen.

Doch auch angesichts der vorgezogenen Neuwahlen am 15. Oktober in Österreich scheint der Besuch Sobotkas interessant: Vorwürfe zu russischen Hackerangriffen im Wahlkampf gab es nicht nur aus den USA, sondern auch aus Frankreich. Dass es zu ähnlichen Vorfällen im Inland kommen könnte, daran will Sobotka jedoch nicht glauben. Die Vorwürfe von beabsichtigter Einflussnahme durch russische Hacker auf westliche Wahlkämpfe sind für ihn nur Spekulation, sagte er im "Ö1-Morgenjournal".

Daher sei das Thema Hackerangriffe bei den Gesprächen kein Thema gewesen. Ohnehin sieht er keine Gefahr für Österreich. Österreich habe als Schnittstelle zwischen Ost und West eine andere Bedeutung für Russland als etwa Frankreich oder die USA. "Russland hat uns immer sehr, sehr zuvorkommend behandelt", sagte Sobotka. "Wir sind kein internationaler Player, weder im Nahen Osten noch in Libyen. Daher gibt es von russischer Seite, von der Sicherheitsseite keine Absicht, in Österreich irgendetwas zu beeinflussen", ist der ÖVP-Minister überzeugt.

Außerdem sein ein "Innenminister gut berufen, seine Polizeiarbeit so zu gestalten, dass das [Hackerangriffe, Anm.] bestmöglich nicht geht; die IT-Systeme so zu gestalten, dass sie die Angriffe identifizieren", meinte Sobotka. "Wenn wir Zeichen haben, dass wir in irgendeiner Form angegriffen werden, werden wir das mit allen unseren Möglichkeiten schnell zur Rede stellen."

>>> Interview auf "Ö1".

 

(red.)