OECD: Weltwirtschaft wird 2010 um 3,4 Prozent wachsen

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Die Welt hat die Rezession überstanden: Die OECD geht für 2010 von einem globalen BIP-Wachstum von 3,4 Prozent aus. Österreichs Wirtschaft wird demnach um 0,9 Prozent wachsen.

Die OECD ist für die Weltkonjunktur wieder ein Stück optimistischer. Sie hat ihre Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2010 am Donnerstag auf 3,4 Prozent angehoben. Im Juni war die OECD noch von einem Plus von 2,3 Prozent ausgegangen. Auch im laufenden Jahr 2009 fällt der Rückgang der Weltwirtschaft mit 1,7 Prozent nicht ganz so stark aus, wie im Juni angenommen (damals: 2,2 Prozent Minus). Für 2011 sagt sie der Welt einen Zuwachs von 2,8 Prozent voraus, was aber immer noch unter dem Durchschnitt der Jahre 1997-2006 von plus 3,2 Prozent läge.

Heuer noch deutlicher Rückgang

ie Wirtschaft der Euro-Zone wird nach OECD-Prognose heuer um 4,0 Prozent schrumpfen und 2010 um nur 0,9 Prozent zulegen. 2011 sollte es ein Wachstum von 1,7 Prozent geben. Die USA werden nach OECD-Einschätzung in allen Jahren besser liegen als die Euro-Zone: Das Minus fällt 2009 mit 2,5 Prozent deutlich niedriger aus, das Plus 2010 mit 2,5 Prozent und 2011 mit 2,8 Prozent deutlich höher.

Auch der OECD-Raum insgesamt schneidet besser ab als die Eurozone: Die Wirtschaft schrumpft heuer "nur" um 3,5 Prozent und wächst 2010 um 1,9 Prozent bzw. 2011 um 2,5 Prozent. Inflationsdruck gibt es nicht: Die Teuerungsrate dürfte im OECD-Raum heuer mit 0,5 Prozent, 2010 mit 1,3 Prozent und 2011 mit 1,2 Prozent niedrig bleiben.

Arbeitslosigkeit bleibt hoch

Ein steigendes Problem ist trotz Anziehens des Wirtschaftswachstums die Arbeitslosigkeit. Im Euroraum werden heuer 9,4 Prozent, 2010 10,6 Prozent und 2011 10,8 Prozent Arbeitslosenrate erwartet. In den USA dürfte die Arbeitslosigkeit 2009 auf 9,2 Prozent und 2010 auf 9,9 Prozent steigen, für 2011 erwartet die OECD einen Rückgang auf 9,1 Prozent. Die Arbeitslosigkeit im gesamten OECD-Raum sollte von 5,9 Prozent im Jahr 2008 auf heuer 8,2 Prozent und 2010 9,0 Prozent weiter steigen, um 2011 mit 8,8 Prozent auf hohem Niveau zu verharren.

Die OECD geht auch nicht davon aus, dass die öffentlichen Haushalte rasch konsolidiert werden können. Das Defizit der Euro-Länder wird heuer auf 6,1 Prozent des BIP hinaufschnellen und bis 2011 auf hohem Niveau bleiben: Für 2010 sind 6,7 Prozent vorhergesagt, für 2011 6,2 Prozent.

Kleines Wachstum in Österreich

Die österreichische Wirtschaft dürfte heuer um 3,8 Prozent schrumpfen, 2010 dann um 0,9 Prozent zulegen und 2011 mit 2,2 Prozent ein solides Wachstum erreichen, sagt die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Prognose voraus. Im Juni hatte die OECD noch einen Wirtschaftsrückgang um 4,3 Prozent 2009 und 0,1 Prozent 2010 vorhergesagt.

Das Wachstum der Wirtschaft wird allerdings nicht stark genug sein, um die Arbeitslosigkeit einzudämmen. Die OECD geht davon aus, dass die Arbeitslosenrate 2010 bei 7,1 Prozent liegen wird und nach einem Höhepunkt von 7,4 Prozent Ende 2010 im Jahresschnitt 2011 mit 7,3 Prozent weiter hoch bleibt.

(Ag. )

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