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Wann uns Geld wirklich glücklich macht

Wann ist mehr wirklich mehr? Wann fängt Geld an, uns glücklich zu machen? Und warum machen uns materielle Dinge weniger glücklich als Erlebnisse?

Menschen geben es ungern zu, aber Fakt ist: Geld hat einen erheblichen Einfluss auf unser Glücksempfinden. Wer kennt es nicht das Gefühl, wenn man am letzten des Monats am Smartphone via Onlinebanking sieht, dass das Gehalt bereits überwiesen worden ist. Die Wissenschaft hat mittlerweile auch bereits bestätigt: Je mehr Geld wir haben, desto glücklicher sind wir. Zumindest auf den ersten Blick. Selbst Reiche sind der Meinung, wenn sie das Doppelte oder mehr hätten, wären sie noch glücklicher. 

Klingt für alle „Normalverdiener“ frustrierend, ist es aber nicht. Also gibt es auch eine gute Nachricht: Das Glücksgefühl, das entsteht, wenn man eine Gehaltserhöhung bekommt, lässt sich nicht ins Unendliche steigern. Der Kick wird bei jedem Gehaltssprung kleiner. Wer ein Jahreseinkommen von 25.000 Euro bezieht, erlebt einen enormen Glückszuwachs, wenn sich das Gehalt auf 40.000 Euro erhöht.

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Bis 60.000 Euro Jahreseinkommen steigen die Glücksgefühle
Erhöht sich der Gehaltssprung noch einmal auf 60.000 Euro, entsteht zwar erneut ein Glücksgefühl, dieses ist aber bei weitem nicht mehr so groß. Ab einem Jahreseinkommen von 80.000 bis 100.000 Euro relativiert sich laut wissenschaftlichen Studien der Effekt fast vollständig. Ökonomen sind sich daher sicher: Mehr Geld macht also nicht zwingend glücklich.

Die Schwelle liegt laut dem israelisch-US-amerikanischem Psychologen und Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahnemann bei 60.000 Euro. Bis zu diesem Zeitpunkt steigen Einkommen und Glück beinahe linear, bevor es beginnt abzuflachen. „Geld macht einfach weniger aus, als viele Menschen denken“, sagt Kahnemann. Der Effekt der Gehaltserhöhung würde also überschätzt werden. Am Anfang freut man sich zwar, aber die Freude darüber flaut schon nach einiger Zeit ab.

In Erlebnisse statt in materielle Dinge investieren
Wer sein Geld möglichst sinnvoll investieren möchte, gibt es für Erlebnisse aus und nicht für materielle Dinge. Der Grund ist ein einfacher: Materielle Dinge unterliegen dem Gewöhnungseffekt, das heißt, sie verlieren schnell ihren Reiz und sind schon nach wenigen Wochen nicht mehr neu.

Macht Geld glücklich?

Wir alle brauchen Geld. Wir brauchen es, um unsere Miete zu zahlen, um unsere Rechnungen zu begleichen, um uns Essen zu kaufen. Wir alle wachsen mit dem Gedanken auf, dass Geld allein nicht glücklich machen kann, und doch streben viele von uns nach Reichtum. Was aber, wenn wir uns selbst am glücklichsten machen, indem wir unser Geld mit anderen Menschen teilen?

Wir nennen es #spendhappiness.

Apropos Glück: Ist Glück messbar? Hier finden Sie die Antwort »

Anders verhält es sich bei positiven Erlebnissen. Die Bilder können wir uns immer wieder hervorrufen und damit auch einen Glücksmoment in Erinnerung rufen. „Die Leute leben auf jeden Fall so, als wäre ihnen die Erinnerung am wichtigsten“, sagt Kahnemann. „Denn auf Dauer bleiben uns unsere Erlebnisse nur in der Erinnerung.“

Einen wichtigen Part spielt auch die Vorfreude. „Sie ist sehr wichtig!“ In der Praxis wäre das aber gar kein großer Unterschied zur Erinnerung. „Die Menschen freuen sich nämlich nicht so sehr auf ein Erlebnis, sondern mehr auf die Erinnerung daran“, ergänzt der Psychologe. Ein ähnlich positiver Effekt tritt auf, wenn das Geld nicht für einen selbst, sondern für andere ausgegeben wird.

 

Bei TEDx Adventures am 10. Juni begeben sich die Teilnehmer auf außergewöhnliche Entdeckungsreisen durch Wien, um unter anderem Antworten auf eine der ältesten Fragen zu finden: Macht Geld glücklich?

Wir verlosen unter allen Personen, die das untenstehende Formular ausfüllen, 1x2 Tickets für TEDx Adventures.

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Teilnahmebedingungen

 

 

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