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Superheldinnen-Film "Wonder Woman" auch in Tunesien verboten

Wonder Woman
Hauptdarstellerin Gal Gadot mit Chris Pine in "Wonder Woman".(c) Warner
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Zuvor hatte der Libanon die US-Comicverfilmung verboten. Die Hauptdarstellerin von "Wonder Woman", Gal Gadot, leistete zwei Jahre Wehrdienst in der israelischen Armee.

Nach dem Libanon hat auch ein Gericht in Tunesien die amerikanische DC-Comicverfilmung "Wonder Woman" verboten. Eine nationalistische tunesische Partei hatte gegen die Verbreitung des Films geklagt und bekam am Mittwoch vor Gericht Recht. Sie wirft der 32-jährigen israelischen Schauspielerin Gal Gadot, Hauptdarstellerin der Comicverfilmung, vor, sie sei an israelischen Angriffen auf den Gazastreifen beteiligt gewesen.

Die frühere "Miss Israel" Gadot leistete zwei Jahre Wehrdienst in der israelischen Armee. In Tunesien sollte der Film mit Gadot als Amazonenprinzessin am Mittwoch anlaufen. Das nordafrikanische Land unterhält keine diplomatischen Beziehungen mit Israel. Das libanesische Innenministerium hatte den Film vergangene Woche verboten.

Film: Frauen regieren auf der Insel der Amazonen

Bei seinem US-Start erfüllte der Superheldinnen-Film die hohen Erwartungen. Mit Einnahmen von 100,5 Millionen Dollar (89,1 Mio. Euro) eroberte er die Spitze der Kinocharts in den USA und Kanada. "Wonder Woman" dreht sich um die Heldin Diana Prince von der Insel der Amazonen, wo Frauen regieren und es keine Männer gibt. Weltweit spielte "Wonder Woman" bisher 223 Millionen Dollar (198 Mio. Euro) ein.

In Österreich läuft die Comic-Verfilmung am 15. Juni an.

(APA/dpa)