Vom k.u.k. Hoflieferanten zum Chilispezialisten

Chilivariationen.
Chilivariationen. (c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Georg Kölbl hat aus der traditionsreichen Gärtnerei eine Chilifarm gemacht. Die Nachfrage nach scharfen Früchten, Saucen und Chilibrand steigt. Sein nächstes Projekt: ein Chilieis.

Es herrscht Ruhe auf Georg Kölbls Betrieb. Einzig der Hund, den Herr Kölbl später als Django vorstellen wird, ist aktiv und legt dem Besuch auffordernd einen Fußball zwischen die Füße. Sonst scheint sich hier wenig zu regen. Fast bekommt man den Eindruck, die Pflänzchen, mit denen Herr Kölbl sein Geld verdient, arbeiten von selbst. „Gehen wir noch schnell ins Glashaus, bevor es zu heiß ist“, sagt Georg Kölbl kurz vor neun Uhr. Immerhin brauchen seine Pflanzen, die ursprünglich in tropischeren Gebieten heimisch sind, viel Wärme, Sonnenschein und auch Wasser.

Georg Kölbl hat vor rund fünf Jahren den elterlichen Gärtnereibetrieb in Wien Donaustadt übernommen und damals einiges umgestellt. Was sich heute als gar nicht so schlecht erwiesen hat. Aber von Anfang an: „Den Betrieb gibt es seit cirka 100 Jahren auf dem Standort Breitenlee, vorher waren wir am Tabor. Je größer die Stadt wird, desto weiter raus ziehen wir“, sagt Kölbl. Wo genau der frühere Standort im zweiten Bezirk war, weiß er nicht. Nur so viel: Ein altes Dokument weist den Gemüsebauer Kölbl als k.u.k. Hoflieferanten mit Sitz am Tabor aus. Kölbls Vater hat hier noch, wie seine Vorgänger auch, Chrysanthemen ebenso angebaut wie Paprika, Gurken oder Paradeiser. Leicht war das nicht immer. „Wie ich übernommen habe, habe ich gewusst, wir müssen mehr Umsatz machen.“

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