Warum man keine Angst vor Veränderungen haben sollte, was man eigentlich können muss, um in Zukunft auf dem Jobmarkt bestehen zu können und wie Bildung in Zukunft aussehen kann.
Die Stellen werden weniger, die Arbeitslosigkeit höher. Aussagen, die man zuletzt immer wieder hört. Keine guten Nachrichten für unsere Kinder? Im Gegenteil: Die Jobs werden nicht weniger, sondern werden sich verändern. Damit die Jobs von morgen zu einer Perspektive für die Gesellschaft werden, braucht es die Ausbildung anderer Kompetenzen, als die, die heute in der Schule und in Ausbildungen gefördert werden. Zwei Eigenschaften sind besonders wichtig: Die Leidenschaft und der Wille, Veränderungen anzunehmen. Vor allem muss die Bildung Neugier als Motivationskonstrukt fördern, damit die Menschen, die immer schneller aufeinanderfolgende Veränderungen positiv annehmen und nützen können.
Keine Angst vor Veränderung
Demnach sollen Kinder keine Angst vor Veränderungen haben. „[…] sondern es als Chance sehen, sich weiterzuentwickeln und Neues zu lernen“, sagte etwa Christiane Spiel vom Institut für Angewandte Psychologie der Uni Wien während eines Gespräches bei der Eröffnung des Microsoft Learning Hubs. „Kinder sind von Geburt an neugierig, unsere Gesellschaft sorgt jedoch dafür, dass diese Neugier allmählich verblasst.“ Dabei müsse man darauf achten, dass die Neugier und Selbstmotivation aufrecht erhalten bleiben.
Anzeige
In Unternehmen finden Veränderungen laufend statt. So berichtet etwa Erste-Group-Vorstand Peter Bosek von dem Projekt George, bei dem man versucht hat, völlig neue Wege zu beschreiten. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, das Development ‚neben’ der Bank zu fahren und erst das fertige Produkt wieder in die bestehenden Development-Prozesse der Ersten Bank eingegliedert, weil so der Veränderungsprozess einfacher möglich und annehmbar war.“ Es sei daher manchmal sinnvoller, Veränderung von außen nach und nach einzuführen, um so Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser mitzunehmen und einzugewöhnen.
Persönlichkeitsbildung wichtiger als Hard Skills
Ein zentraler Bestandteil ist auch die Persönlichkeitsbildung. Denn alleine kann man nichts erreichen. Es geht immer darum, Teams mit unterschiedlichen Skills aufzustellen. Dabei müssen die Persönlichkeiten zueinander passen. „Wir legen bei Shpock mehr Wert auf vorhandene Soft Skills und den Willen, sich persönlich weiterzuentwickeln, als uns rein auf Hard Skills zu fokussieren“, erklärt Shpock-Co-Founderin Katharina Klausberger. Dorothee Ritz von Microsoft bläst ins selbe Horn. Man habe beim Recruiting dementsprechend auch Änderungen vorgenommen. Denn in kurzer Zeit ist es fast unmöglich, die Hard Skills zu eruieren. „Wir […] klären mit unseren Bewerberinnen und Bewerbern in einer Art Speed Dating bei unseren Talent Days, ob man menschlich und vom Arbeitsverständnis zueinander passt oder nicht.“
Medienkompetenz ist ein wichtiger Bestandteil
Aber was wird für den Job von morgen nun wichtig? Medienkompetenz wird nicht nur im Technologiebereich, sondern in allen Jobs der Zukunft zentraler – eine technologische Grundbildung wichtiger. Hier geht es darum, den Kindern schon in der Schule technologische Bildung zu lehren. „Meiner Meinung nach müssen Kinder bereits in ihrer Kindheit ein Grundverständnis für Technologien und Digitalisierung entwickeln – natürlich spielerisch“, sagte Dorothee Ritz.
Äußerst wichtig ist auch kritisches und analytisches Denken. Vor allem auch um proaktiv Veränderungen und Fortschritte anstoßen zu können. Kurt Söser, Mathematik-Lehrer an der HAK in Steyr, hat bereits Erfahrungen gemacht und den Unterricht angepasst. „Für mich war es eine bewusste Entscheidung, die Digitalisierung in meinen Unterricht zu bringen. […] Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten trotz widriger Bedingungen Tag für Tag hart daran, dass Kinder in Österreich auch in den Jobs der Zukunft eine Perspektive haben. Zentral ist, dass wir unseren Kindern beibringen, kreativ zu sein, positiv zusammenzuarbeiten und gemeinsam zu wirken und Veränderung als Chance zu begreifen.“
Microsoft Learning Hub: Ein Lernraum mit vier Zonen
Der Microsoft Learning Hub in Wien ist ein Lernraum der Zukunft und soll Lehrerinnen und Lehrern sowie BildungsexpertInnen sowie Bildungsverantwortliche inspirieren und Ideengeber sein, wie Lehren und Lernen in Zukunft aussehen können.
Mit dem Learning Hub will Microsoft über das kommende Jahr 700 Lehrerinnen und Lehrer vor Ort und 1.400 Lehrerinnen und Lehrer virtuell inspirieren. Bei den Inspirationstouren führt Microsoft die Besucherinnen und Besucher durch die einzelnen Lernstationen, zeigt innovative Lernkonzepte und bringt den Einsatz von Technologie im Unterrichtsalltag näher.
Mehr Information finden Sie auf dasneuelernen.at