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SPÖ: Das Ende der Harmoniegruppe

Michael Häupl.
Michael Häupl.(c) APA/HANS KLAUS TECHT
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Jene Gruppe, die die roten Streitigkeiten schlichten sollte, hat aufgehört zu tagen. „Offensichtlich haben alle begriffen, dass ein Boot sinkt, wenn man es anbohrt."

Am Höhepunkt des roten Flügelkampfes gründete Michael Häupl ein siebenköpfiges Team aus Vertretern des linken und rechten Flügels sowie Neutralen – um den Richtungsstreit in der Wiener SPÖ zu beenden. Rund viereinhalb Monte später hat diese (medial Harmoniegruppe genannte) Gruppe ihre Arbeit eingestellt – unbemerkt von der Öffentlichkeit.

„Die Perspektivengruppe (so die SPÖ-interne Bezeichnung, Anm.) tagt nicht mehr, weil es momentan keinen Bedarf gibt“, erklärt SPÖ-Gemeinderat Erich Valentin, der dort vertreten war: „Offensichtlich haben alle begriffen, dass ein Boot sinkt, wenn man es anbohrt. Dabei sinkt nicht nur die linke oder rechte Hälfte, sondern das ganze Boot.“ Auch habe der Bürgermeister gesagt, was er vorhabe (wie die Regelung seiner Nachfolge abläuft, Anm.). „Damit gibt es Klarheit. Und jetzt konzentrieren wir uns auf die Nationalratswahl, was gut ist, weil persönliche Befindlichkeiten zurückgestellt werden“, erklärt Valentin, der dem SPÖ-Vorstand angehört.

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