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Irak lehnt Sanktionen gegen Katar ab: "Blockade schadet Menschen"

IRAQ-ENERGY-FORUM
Irakischer Ministerpräsident Haider al-AbadiAPA/AFP/SABAH ARAR
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Der irakische Regierungschef will zu Gesprächen nach Saudi-Arabien reisen. Wegen der Sanktionen schließt Katar die weltweit wichtige Helium-Produktion des Landes.

Der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi hat sich gegen die Sanktionen mehrerer arabischer Staaten gegen das Golfemirat Katar ausgesprochen. "Die Blockade schadet nicht Regimen. Die Blockade schadet Menschen", sagte der Regierungschef am Dienstag in Bagdad. Er werde sich bei seiner Reise nach Saudi-Arabien am Mittwoch um eine Klarstellung der Vorwürfe gegen Katar bemühen.

Indes hat Katar wegen der Sanktionen anderer arabischer Staaten die Produktion des Edelgases Helium in seinen beiden Fabriken gestoppt. Wie aus dem Staatskonzern Qatar Petroleum am Dienstag verlautete, blockiert Saudi-Arabien den Export des Gases über die Landgrenze. Nach Angaben der Tochterfirma RasGas ist das Golfemirat hinter den USA der zweitgrößte Heliumproduzent. Auf die beiden Werke entfällt demnach ein Viertel der globalen Produktion. Helium wird etwa in Kliniken für die Kühlung von Magnetresonanztomographen sowie für Autolampen oder als Traggas für Luftschiffe verwendet.

Linde-Konzern betroffen

Ein Sprecher des deutschen Industriegase-Konzerns Linde sagte, man sei von dem Produktionsstopp betroffen. Zum Ausmaß äußerte sich die Firma zunächst nicht.

Die Regierung in Riad und weitere arabische Länder hatten in der vergangenen Woche die Verbindungen zu Katar gekappt. So wurde die Landgrenze zu Saudi-Arabien geschlossen. Flugzeuge aus dem Emirat müssen große Umwege fliegen. Die arabischen Staaten begründen die Strafmaßnahmen mit einer angeblichen Unterstützung des Terrorismus durch die Regierung in Doha. Katar weist dies zurück.

(APA/Reuters)